Förderzentrum für Jugend und Soziales

Presseartikel

Unterstützung von Kindern und Jugendlichen ist großes Anliegen

Evonik Stiftung spendet 2.000 Euro an die Bernd-Jung-Stiftung / Professor Proto überreicht Kindern kleine Geschenke

Hinten von links: Matthias Dewald, Leiter Integrative Gemeindekindertagesstätte Bobenheim-Roxheim, Harald Stark, Geschäftsführer der Bernd-Jung-Stiftung, Susanne Peitzmann von der Evonik Stiftung, Julian Geib und Karin Ruppert, beide Ballschule-Übungsleiter, Petra Schalk, Kindertagesstätte der Versöhnungskirche Frankenthal, Kim Kramer Ballschule-Übungsleiterin, im Vordergrund: Kinder der Ball- und Bewegungsschule der Bernd-Jung Stiftung.

Von Steffen Heumann: Susanne Peitzmann, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Evonik, besuchte am 20. Juni 2017 das Förderzentrum der Bernd-Jung-Stiftung und überreichte eine Spende der Evonik Stiftung in Höhe von 2.000 Euro. Die Bernd-Jung-Stiftung mit Sitz in Bobenheim-Roxheim ist seit 2010 aktiv und in der Region Rhein-Neckar für ihr soziales Engagement bekannt. Mit einem ganzheitlichen Ansatz fördert die Stiftung die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Sport, Bildung, Ernährung, Soziales und Integration. Auch der Evonik Stiftung sei es ein großes Anliegen, Kinder und Jugendliche zu unterstützen, wie Susanne Peitzmann erklärte. „Das Angebot der Bernd-Jung-Stiftung entspricht unseren Leitlinien und spiegelt sich in unseren Förderschwerpunkten wider”, so Peitzmann über gemeinsame Schnittmengen vor allem im Bereich Bildung.

Mit Professor Proto Chemie beispielhaft und kindgerecht erleben

Etwa 70 Kinder der Ballschule des Förderzentrums, der integrativen Gemeindekindertagesstätte Bobenheim-Roxheim und der protestantischen Kindertagesstätte der Versöhnungskirche Frankenthal, freuten sich zudem über Turnbeutel und Brotdosen von Professor Proto, dem Professor des Fantastischen Instituts. Professor Proto möchte Kinder spielerisch für Naturwissenschaften und insbesondere für die Chemie begeistern. Beide Kitas sind Kooperationspartner der Bernd-Jung-Stiftung. Die Ball- und Bewegungsschule wird wöchentlich von ehrenamtlichen Übungsleitern der Stiftung in den Kitas durchgeführt. Mehr Informationen unter: www.bernd-jung-stiftung.de, www.evonik-stiftung.de, www.professor-proto.de.
                                                                                                                                     
Quelle(Text): Nibelungen Kurier Worms, 22. Juni 2017

 

 

 

Keinerlei Berührungsängste zwischen Jung und Alt

Kooperationspartner ziehen Bilanz: Projekt Mehrgenerationentreff in Bobenheim-Roxheim hat sich bewährt / Fortsetzung folgtIm Generationenprojekt Gemeinschaft erleben! Von den regelmäßigen Begegnungen im Altenzentrum St. Magdalena profitieren Jung und Alt. Foto: Steffen Heumann

VON STEFFEN HEUMANN |  Die gute Nachricht vorneweg! Der Mehrgenerationentreff als Kooperationsprojekt zwischen Caritas-Altenzentrum St. Magdalena der Bernd-Jung-Stiftung und der Realschule plus in Bobenheim-Roxheim wird fortgeführt. Die Bilanz nach sechs Monaten ist bei allen Beteiligten durchweg positiv. Die 60 Bewohner im Altenzentrum werden seit Januar 2017 vierzehntägig von 18 Schülern der Klassenstufen 5 bis 10 im Rahmen einer Schul AG besucht. Gemeinsames Spielen oder ein Ausflug ins Eiscafé stehen während der rund 90 Minuten beim ungezwungenen Miteinander auf dem Programm.

Distanzen schnell abgebaut

Ideengeber Harald Stark, Geschäftsführer der Bernd-Jung-Stiftung, ist ebenso wie Uwe Stahl, Einrichtungsleitung, und Elvira Witt als begleitende Lehrerin vom Erfolg überrascht. „Ziel war es, eine Zusammenarbeit im sozialen Bereich auf den Weg zu bringen und nachhaltig zu gestalten”, so Harald Stark. Selbst hochgradig demenziell erkrankte Menschen sind in das Miteinander eingebunden. Uwe Stahl ist erstaunt, dass durch den Umgang zwischen Alt und Jung vergessen geglaubte Fähigkeiten bei älteren Menschen wieder zu Tage gefördert werden. Die Distanzen abzubauen, sei schnell gelungen. Trotz oftmals eingeschränkter Mobilität würden die Schüler ihr Gegenüber nicht wegen seiner Behinderungen stigmatisieren, sondern akzeptieren, erklärt Uwe Stahl.
Der zwölfjährige Sven zahlt derweil beim Schach immer noch Lehrgeld. Sein Kontrahent, Hartmut Schreier, zählt beim Denksport mit seinen 72 Lenzen noch längst nicht zum alten Eisen. „Er muss noch viel lernen”, scherzt Schreier nach der nächsten gewonnenen Partie. Selbstverständlich gibt er Sven eine Revanche. Ihm, wie auch Brajan, macht der Umgang mit den Menschen in St. Magdalena  Spaß. Lea und Vanessa fordern die betagten Mitspieler beim Klassiker „Stadt-Land-Fluss”. Ein Fluss mit „L”, ein Land mit „R”, ein Beruf mit „S” – es dauert etwas länger, aber die Aufgaben werden gelöst.

Soziale und emotionale Kompetenz fördern

Sogar in der Realschule spiegelt sich der Umgang mit den Heimbewohnern wider. „Die regelmäßigen Begegnungen fördern die soziale und emotionale Kompetenz bei den Schülern”, weiß Elvira Witt. Eher schüchterne Kinder hätten schnell ihre Vorbehalte abgelegt, zollt die Pädagogin ihren Schützlingen ein großes Lob. „Die Schüler freuen sich schon auf ihren nächsten Besuch”, unterstreicht Witt den Stellenwert der Kooperation. Und Uwe Stahl ergänzt, dass die jungen Menschen auch am Erfahrungsschatz der Älteren partizipieren. Die Zusammenarbeit soll auf weitere kreative Bereiche erweitert werden. Kunst- oder Gartenprojekte sind angedacht. Bewährt haben sich auch die Praxistage für die Schüler der 9. Klassen der Realschule, die Anforderungen eines Ausbildungsberufes im Pflegebereich vermitteln. Eine ehemalige Schülerin der Realschule beginnt im Sommer mit einer Ausbildung im Caritas-Altenzentrum. Mit der Kooperation wurde die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit geschaffen. Die lässt sich um viele weitere Mosaiksteine erweitern. Uwe Stahl denkt an die Anschaffung einer Rikscha, die jedoch an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst sein muss. Ausflüge an den nahen Altrhein wären dann für die Bewohner des Altenzentrums einfacher zu realisieren.
                                                                                                                                      
Quelle (Bild und Text): Nibelungen Kurier Worms, 9. Juni 2017

 

 

Medaillen und Kinderaugen strahlen

Ereignisreicher Tag in Bobenheim-Roxheim: Integrative Gemeindekindertagesstätte mit großem Spaß bei Mitmach-Olympiade dabeiDie Frage, ob den Kindern die Mitmach-Olympiade Spaß gemacht hat, wurde mit einem kräftigen „Jaaaaaaa!” beantwort. Das freute auch die Organisatoren und Beteiligten. Foto: Steffen Heumann

VON STEFFEN HEUMANN Bewegung macht Spaß! Das stellten rund 90 Kinder der Integrativen Gemeindekindertagesstätte in Bobenheim-Roxheim am Donnerstag auf den Plätzen der Bernd-Jung-Sportstätten unter Beweis. Als Sieger durfte sich jeder unter den zwei- bis sechsjährigen Teilnehmern fühlen. Bei sommerlichen Temperaturen konnten die Kinder bei der Mitmach-Olympiade an verschiedenen Sportstationen ihren Bewegungsdrang ausleben. Medaillen wurden zum Abschluss als Erinnerung an einen ereignisreichen Tag überreicht und mit Stolz präsentiert.

Hochmotivierte Teilnehmer

„Bei der Premiere waren alle Kinder hochmotiviert”, freut sich Matthias Dewald, Leiter der Gemeindekindertagesstätte über ein kurzweiliges Vergnügen für alle Beteiligten. „Der sportliche Auftakt zum Jubiläum”, so Dewald mit dem Hinweis auf das 25-jährige Bestehen der KiTa. 8 Parcours-Stationen galt es zu absolvieren. Vom Spielen mit dem Ball bis zu Koordinationsübungen hatte Oliver Müller als Trainer für die Bernd-Jung-Stiftung ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet. Für kühle Getränke, vitaminreiche Kost und einen stärkenden Imbiss zum Abschluss zeichnete der Globus-Markt verantwortlich. „Ein tolle Aktion, die wir als Partner der Region gerade fördern”, erklärt Robin Honacker von der Globus Marketing-Abteilung.

Lob für Initiative und Engagement

Erster Beigeordneter Dr. Frank K. Peter lobte nicht nur die Initiative der Bernd-Jung-Stiftung und deren Netzwerkpartner, sondern den Ansatz, dass als ein wichtiger Bestandteil des pädagogischen Konzeptes Kinder durch Bewegung lernen. Bewegungsmangel und einseitiger körperlicher Belastung auch bei Kindern vorzubeugen, sei im Bereich der Prävention ein wichtiges Thema, erläuterte Frank Krämer, Bezirksleiter der IKK. Die Krankenkasse habe daher gerne die Medaillen als Belohnung spendiert.
                                                                                                                                            
Quelle (Bild und Text): Nibelungen Kurier Worms, 1. Juni 2017

 

Kultur auf höchstem Niveau für einen guten Zweck

Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz zündet musikalisches Feuerwerk für die Bernd-Jung-Stiftung in Bobenheim-Roxheim

Das Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz begeisterte am Freitag in Bobenheim-Roxheim. Foto: Karolina Krüger

VON KAROLINA KRÜGER Hochkarätig besetzt war am Freitagabend das Benefizkonzert der Bernd-Jung-Stiftung in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Halle in Bobenheim-Roxheim, für das sie das Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz gewinnen konnte. Grußworte sprachen Dr. Frank K. Peter, 1. Beigeordneter und Kulturdezernent, Bernd Jung, Stiftungsgründer und Harald Brock, der in Vertretung die Grüße des Innenministers Roger Lewentz überbrachte. Seit über 60 Jahren ist das Orchester, das auf Initiative des damaligen Landes-Innenministers, Dr. Aloys Zimmer 1953 gegründet wurde, der musikalische Botschafter der Polizei unseres Bundeslandes. Auf höchstem Niveau spielten die Musiker in Uniform unter der Leitung von Chefdirigent Stefan Grefig Musikstücke aus vielen Jahrhunderten. Musikalisch spannte sich der Bogen von Klassik zur Moderne und die Instrumente schienen unter dem Können ihrer Interpreten zum Leben zu erwachen.

Moderiert wurde der Abend unterhaltsam von Joachim Lösch, der für den kurzfristig erkrankten Christian Küchenmeister gekonnt in die Bresche sprang. Der durch den Abend eingenommene Spendenbetrag in Höhe von 4.200 Euro dient zur Unterstützung des Förderzentrums für Jugend und Soziales der Bernd-Jung-Stiftung. Die fünf Säulen Sport, Ernährung, Bildung, Soziales und Integration sind das große Anliegen der Stiftung und werden in Zusammenarbeit mit den kompetenten Partnern, zu denen jetzt auch der Nibelungen Kurier gehört, in einem attraktiven, umfangreichen und werteorientiertem Programm für Kinder und Jugendliche angeboten.

Eine starke Gemeinschaft für den guten Zweck. Von links: Kreisbeigeordneter und Vorstandsmitglied der Bernd-Jung-Stiftung Manfred Gräf, Stiftungsgründer Bernd Jung, Landrat und Schirmherr Clemens Körner, Vorstandsmitglied Manuela Lemster, Geschäftsführer Harald Stark, Leiter Führungsstab Polizeipräsidium Rheinpfalz Harald Brock und MdL und Vorstandsmitglied Christian Baldauf. Foto: Karolina Krüger
                                                                                                                                         

 Quelle (Bild und Text): Nibelungen Kurier Worms, 7. Mai 2017

 

Engagement weiter unterstützen und fördern

Kooperationspartner: Bernd-Jung-Stiftung und Nibelungen Kurier vereinbaren Zusammenarbeit

Von links: Steffen Heumann – Nibelungen Kurier, Harald Stark und Bernd Jung – von der gleichnamigen Stiftung. Foto: Vera Beiersdörfer

Die wichtige und vielfältige Arbeit der Bernd-Jung-Stiftung mit ihrem integrierten Förderzentrum für Jugend und Soziales ist über Bobenheim-Roxheim hinaus hinlänglich bekannt. Seit 2012 legt die Stiftung ihr Augenmerk dabei verstärkt auf den sozialen Bereich von Kindern und Jugendlichen. „Ein großes Leistungsspektrum, das eine hohe Akzeptanz erfährt”, so NK-Redaktionsleiter Steffen Heumann. Ein Engagement, das der Nibelungen Kurier gerne auch in Zukunft nicht nur medial unterstützen und fördern möchte. 

Weiteres Ziel sei eine nachhaltige Partnerschaft. Mit gemeinsamen Aktionen sollen soziale Projekte unterstützt werden, erklären Bernd Jung, Vorstand der Stiftung, und Geschäftsführer Harald Stark. Kurse u. a. zu Ernährung oder Gewaltprävention, die die Stiftung mit weiteren Kooperationspartnern, darunter die Volkshochschule Rhein-Pfalz-Kreis, anbietet, erreichen durch den Nibelungen Kurier eine breite Öffentlichkeit. Das gilt auch für die Ankündigung des Benefizkonzertes mit dem Polizeiorchester Rheinland-Pfalz, das am Freitagabend in Bobenheim-Roxheim stattfand.
                                                                                                                                            
                                                                                                                                       
Quelle (Bild und Text): Nibelungenkurier Worms, 5. Mai 2017

 

 

 

Fragen stellen und Leistungen vergleichen

Projekt Schüler auf Banktour: Die ersten Schritte zum eigenen Konto / Finanzkompetenz junger Menschen fördern

Banktour

Die Schüler der Realschule plus in Bobenheim-Roxheim konnten im Rahmen der Banktour erste Erfahrungen auf dem Weg zum eigenen Konto machen oder ihr Wissen vertiefen. Foto: Steffen Heumann

VON STEFFEN HEUMANN Bereits ab 7 Jahren besteht die Möglichkeit ein Kinderkonto, Jugend- oder Taschengeldkonto zu eröffnen. Konkret wird der Wunsch nach einer eigenen Bankverbindung eher bei Schülern oder Auszubildenden. Auf der Suche nach dem besten Produkt ist es mitunter schwer, zwischen den Leistungen der Banken und dem individuellen Bedarf abzuwägen. Mehrere Gruppen der Realschule plus in Bobenheim-Roxheim machten den Praxistest. Auf Initiative des Bundesministeriums für Verbraucherschutz in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und der Bernd-Jung-Stiftung starteten die 9. und 10. Klässler ihre Mission.

Umworbener Kunde von morgen

Mit einem Rucksack voller Fragen ausgestattet, startete die Banktour. Einen Rucksack voller Antworten gab es bei der Präsentation der Ergebnisse am Mittwoch. Neben den Kriterien für ein Girokonto, standen auch die Kosten für die Kontoführung sowie der Service im Fokus, den die Banken den Jugendlichen als begehrte Zielgruppe bieten. „Wir würden dort ein Konto eröffnen”, lautet das Fazit der Schüler, die sich bei der R+V Bank, Sparkasse, Deutsche Bank, Commerzbank und Sparda Bank insgesamt gut beraten und umfassend informiert fühlten.

Gratis-MusikApp als „Leckerli”

Punkten konnten die Anbieter mit speziell auf die Altersgruppe zugeschnittenen Angeboten. Als wichtig erachtet wurde eine kostenlose Kontoführung, die Anzahl verfügbarer Geldautomaten, die Aussicht auf einen Willkommensbonus sowie Akzeptanzstellen, bei denen Einkäufe oder Dienstleistungen rabattiert werden. Eine Giro-Karte wie ein elektronisches Portemonnaie nutzen zu können und am Online- und Mobile-Banking der neuesten Generation teilzunehmen, fand ebenfalls Gehör. Auf ein positives Echo stieß das Angebot einer Gratis-MusikApp.

Kleinigkeiten erzielen Wirkung

In die Bewertung floss ebenfalls die verständliche Beantwortung von Fragen, der Umfang der Informationen, die Begrüßung und die Freundlichkeit des Gegenübers ein. Ob Getränke, Kekse oder Gummibärchen, beeindrucken konnten die Geldinstitute zudem mit kleinen Aufmerksamkeiten. „Unterschiedliche Banken, unterschiedliche Angebote”, fasste Jens Leithmann als betreuender Lehrer in den Fächern Wirtschaft und Verwaltung die Präsentation zusammen. Im Sinne der Nachhaltigkeit hofft der Pädagoge, dass die Banktour Grundkenntnisse im Umgang mit finanziellen Angelegenheiten vermitteln konnte und einen Beitrag leistet, die richtige Entscheidung bei der Kontowahl zu treffen.

Ulrike Meyer-Strötges von der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Ludwigshafen weiß um die Notwendigkeit, nicht zuletzt in Finanzfragen relevante Informationen einzuholen und Angebote gründlich zu vergleichen. „Das erste Konto muss keine Wahl für immer sein. Es gibt Optionen”, wünscht sich Ulrike Meyer-Strötges dass die Jugendlichen immer mit offenen Augen und durchaus kritisch durchs Leben gehen.

                                                                                                                                        
Text, Bild  und Quelle: Nibelungenkurier Worms, Mittwoch, den 23. November 2016

 

 

 

Kopf hoch, Brust raus

Ortstermin: Selbstbehauptungskurs für Kinder mit Handicap

Von Birgit Karg

Wie man sich behaupten und im Notfall wehren kann, lernten zwölf Kinder zwischen sechs und 14 Jahren vergangene Woche in der Sporthalle der Gymnasien. Der Aufbau von Selbstsicherheit stand im Mittelpunkt des Kurses für Kinder mit Handicap. Angeboten wurde er vom Bundesverband Gewaltprävention „Selbstbewusst & Stark e.V.“ zusammen mit der Bernd-Jung-Stiftung und dem Behindertensportverein.

In der Halle sitzen zwölf Kinder mit ihren Eltern auf Bänken im Halbkreis. Kursleiter Kelly Sach stellt sich vor. Der Gewaltpräventionspädagoge aus der Nähe von Bonn ist Vorstand des Bundesverbands Gewaltprävention und arbeitete unter anderem bei der Bundesmarine und als Kommunikationstrainer. Seit 46 Jahren betreibt er Kampfsport und gibt Kurse für Kinder und Jugendliche.„Selbstverteidigung und Selbstbehauptung allein macht uns noch nicht sicher“, meint Trainer Kelly Sach. Der Aufbau von Selbstsicherheit beginne bei der Körpersprache: „Euer Körper kann sprechen“, sagt Sach, „andere können sehen, ob ihr Angst habt.“ Den Kopf nach oben, die Brust nach vorn, Hände auf die Hüften – beim Ausprobieren von Mimik und Körpersprache erleben sich die Kinder als stark und selbstbewusst. Sie erfahren, dass man beim Begrüßen mit dem Händeschütteln einen Sicherheitsabstand hat und dass der engere Kreis von 30 bis 40 Zentimetern Intimbereich heißt und hier nur vertraute Personen Zugang haben.

Dass Kinder beim Schummeln oder Lügen gerne Nase und Mund zuhalten, wissen die meisten, ebenso dass Streiten völlig normal ist. Wichtig ist das Wie: Ein dickhäutiger Elefant oder ein schnell weglaufender Hase zu sein, sei im Konfliktfall besser als eine Meckerziege oder ein wild um sich brüllender Löwe.

Mit ihrer Oma Petra ist Naomi Genzlinger dabei. Die Neunjährige mit ADHS powert sich gerne mit Bewegung aus. Etwa in der Abwehrhaltungs-Übung: Einen Schritt zurückgehen und laut „Stopp“ rufen – das setzt Kräfte frei und schüchtert das Gegenüber ein. „Unsere Elena ist oft schüchtern und ängstlich“, weiß Reinhold Störzer zu berichten. „Es gibt keine Angst, es gibt nur kein Vertrauen“, ist Trainer Kelly Sach überzeugt. Und lässt die Kursteilnehmer eine Vertrauensübung machen, bei der man sich mit ausgebreiteten Armen nach hinten in die Hände des Trainers fallen lässt. Die neunjährige Elena überwindet sich und strahlt am Ende, als sie es geschafft hat.

„Wir wollen von Inklusion nicht nur reden, sondern etwas tun“, betont Harald Stark, Geschäftsführer der Bernd-Jung-Stiftung. Das Förderzentrum für Jugend und Soziales ist landesweit einmalig und bietet ein breites Leistungsspektrum von Babymassage bis Schülerpraktikum. Die Stiftung arbeitet zusammen mit vielen Partnern, darunter dem Behindertensportverein. Über den ergab sich die Kooperation mit dem Bundesverband Gewaltprävention „Selbstbewusst & Stark e.V.“.

Obwohl er ähnliche Kurse bereits europaweit und in afrikanischen Ländern gehalten hat, ist die Arbeit in Frankenthal für Kelly Sach eine Premiere: „Der Kurs ist sehr gut gelaufen.“ Mobbing, Ausgrenzung – Kinder mit AD(H)S, Down-Syndrom, Lernschwäche und motorischen Handicaps haben damit besondere Erfahrungen gemacht, stellt Sach fest. Sie seien stärker betroffen, weil sie sich körperlich und verbal meist weniger wehren könnten. Das gelte auch für Situationen sexualisierter Gewalt.

„Die Hemmschwelle ist bei Kindern und Jugendlichen relativ niedrig“, weiß der Selbstverteidigungslehrer, „viele schlagen zu schnell zu“. Leichte Techniken aus der Selbstverteidigung, bei denen niemand verletzt wird, standen deshalb im zweiten Teil des Kurses im Mittelpunkt. Und so lernen die Kinder an dem Abend einige effektive, aber ungefährliche Fingertricks. Zum Beispiel, wie man sich mit Druck auf einen Nervenpunkt hinterm Ohrläppchen wehren kann. Sach: „Das ist besser, als direkt auf die Nase zu schlagen.“

                                                                                                                                           

Text und Quelle: Die Rheinpfalz – Frankenthaler Zeitung – Nr. 254, Montag, den 2. November 2015

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Naturtalent fürs Organisieren und Finanzieren

Gegenüber: Bernd Jung, ein begnadeter Strippenzieher für den guten Zweck, wird heute 75 Jahre alt – Mitinitiator der Sportvereinsfusion

Von Waltraud Werdelis

BOBENHEIM-ROXHEIM. Bernd Jung – mit diesem Namen verbinden die Bobenheim-Roxheimer einen leidenschaftlichen Sportplatzbauer, die RHEINPFALZ-Leser einen fleißigen Hobbyjournalisten und viele Eltern eine Stiftung, die in der Region ihresgleichen sucht. Am heutigen Samstag wird der Roxheimer, der diesen Namen trägt, 75 Jahre alt.

Sucht man im Pressegespräch anlässlich des Geburtstags den Privatmenschen Bernd Jung, landet man unweigerlich immer wieder bei dem Funktionär. Es scheint, als habe er keine Freizeitbeschäftigung so gern wie das Organisieren und Finanzieren von Projekten, die man unter den Begriff Gemeinwohl stellen könnte.Setzen wir im Jahr 1994 an, als die Fusion dreier Sportvereine vollzogen wurde: SG Bobenheim, SV Roxheim und DJK Roxheim. „Die waren alle drei sportlich gut, aber die jeweilige Führungsriege zu besetzen, war schwierig“, sagt Bernd Jung, der der DJK 1966 mit der Hilfe von in Worms stationierten US-Soldaten zum Sportplatz am Binnendamm und 1971 zu einem Tennenplatz verholfen hatte. Mit SG-Chef Walter Stockert habe er damals über eine Zusammenlegung der Vereine nachgedacht, „und innerhalb weniger Monate haben wir alle Abteilungen von der Idee überzeugen können“. Nur fünf von insgesamt 2200 Mitgliedern seien deswegen ausgetreten. „Dafür sind 100 neu dazugekommen“, sagt Jung, der sich noch gut an die Aufmerksamkeit überregionaler Medien erinnern kann.

Um das Jahr 2000 herum musste der wohlmeinende Strippenzieher im Hintergrund dann wegen eines Rücktritts und eines Todesfalls im Vorstand des neuen Sportclubs (SC) Bobenheim-Roxheim für kurze Zeit in die erste Reihe des Vereins. Da war er zum Glück nach über 30 Jahren nicht mehr als Autor für die Frankenthaler Lokalausgabe der RHEINPFALZ tätig. Denn in dieser Funktion hatte er größten Wert darauf gelegt, Journalismus und Bobenheim-Roxheimer Vereins- und Politikerinteressen nicht zu vermischen, objektiv und unabhängig zu sein.

Das Talent von Bernd Jung, der bis 1997 im kaufmännischen Bereich beim Frankenthaler Pumpen- und Armaturenhersteller KSB gearbeitet hat, war vor wenigen Jahren für den SC wieder äußerst wertvoll, als der Wunsch nach einer Kunstrasenanlage entstand. Bernd Jung sorgte als „Sportplatzbeauftragter“ dafür, dass ein Großfeld, zwei Kleinspielfelder und ein Mehrzweckfeld 2012 mithilfe eines Landeszuschusses fertig wurden, obwohl sich die Kosten wegen eines Entwässerungsproblems auf rund 900.000 Euro summiert hatten. „Der Verein hat uns freie Hand gelassen“, lobt Jung den SC-Vorstand. Mit „uns“ meint er auch „die zwei Praktiker“ Artur Hiebel und Werner Wandel. Aktuell habe der Sportclub wegen der Anlage gerade mal noch 50.000 Euro Schulden.

Das alles wäre vielleicht nicht so reibungslos verlaufen, wenn Bernd Jung nicht 290.000 Euro zwischenfinanziert hätte. Und zwar als Vorsitzender der nach ihm benannten Stiftung. Die hat er gegründet, nachdem 1996 die Gäste einer Geburtstagsfeier Kleingeld in einen Spendenkorb gelegt hatten, rund 350 D-Mark. „Das sollte ich für die Jugendarbeit verwenden, was ich natürlich nicht gemacht habe“, sagt Jung schmunzelnd. Stattdessen suchte er Firmensponsoren und private Spender, die den Betrag stetig aufstockten. „Als ich 2003 so um die 50.000 D-Mark zusammen hatte, wurde die Stiftung gegründet“, berichtet der Roxheimer.

Deren Zweck ist die sportliche Förderung der Vereinsjugend des SC Bobenheim-Roxheim. Aber die Stiftung, deren unantastbares Kapital heute mehrere Hunderttausend Euro beträgt und die inzwischen hauptamtlich von Harald Stark geleitet wird, unterhält auch ein Förderzentrum für Jugend und Soziales, das sich allgemein um die Förderung von Kindern und Jugendlichen in Sport, Schule, Lebensumfeld und Ausbildung bemüht (wir berichteten). Das Zentrum wurde im vergangenen Jahr mit dem Titel „Pilotprojekt“ von der Landesregierung geadelt und ist ein Beispiel für professionelles Netzwerken. Vom Arbeiter-Samariter-Bund über die Ballschule der Uni Heidelberg bis zur Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat die Stiftung zahlreiche Kooperationspartner, die nach dem Win-win-Prinzip in Bobenheim-Roxheim Kurs- und Freizeitangebote für Familien machen. Und die würden sehr gut angenommen, sagt der mit zahlreichen Ehrungen bedachte Senior. Sogar aus Rostock seien schon Anmeldungen für Kurse eingegangen.

Wie Bernd Jung die wundersame Geldvermehrung geschafft hat, was es für ihn bedeutete, in jungen Jahren wegen eines Hüftleidens den Fußballsport aufgegeben oder aus finanziellen Gründen kein Abitur gemacht zu haben: All diese Fragen müssen an dieser Stelle unbeantwortet bleiben, denn es stellt sich am 75. Geburtstag heute noch die Frage nach seiner Familie und den ganz persönlichen Beschäftigungen. „Ich bin seit 52 Jahren mit meiner Frau Gerlinde verheiratet, habe eine Tochter und einen Sohn sowie zwei Enkelkinder, die zur Feier im kleinen Kreis kommen“, verrät Bernd Jung. Urlaub macht er zwei- bis dreimal im Jahr, aber nicht in fernen Ländern, am liebsten an der Ostsee. Der Garten wird gerade altersgerecht umgestaltet („Aber der Fischteich, der bleibt“), und ein Buch über Bobenheim-Roxheim seit der Fusion 1968 ist in Arbeit. Ansonsten ist da noch das aus Lebenserfahrung erwachsene Motto von Bernd Jung: „Von Leuten, die alles besser wissen, aber nichts tun, halte ich mich fern.“

                                                                                                                                                  

Quelle: Die Rheinpfalz – Frankenthaler Zeitung – Nr. 26 Samstag, den 31. Januar 2015

Sportstiftung Pfalz unterstützt SC-Förderzentrum – Artikel in der FTZ

Breitensport: 1000 Euro bei Feierstunde übergeben – Angebot soll dieses Jahr weiter ausgebaut werden

Kaiserslautern. Die 2008 gegründete Sportstiftung Pfalz hat am Mittwoch bei einer Feierstunde zum ersten Mal verschiedene Projekte ausgezeichnet. Ein Förderpreis in Höhe von 1000 Euro ging an das Förderzentrum des SC Bobenheim-Roxheim.

Hartmut Emrich (Vorstandsvorsitzender der Stiftung und Aufsichtsratsmitglied des 1. FC Kaiserslautern) und dessen Stellvertreter, Martin Schwarzweller (Präsident Sportbund Pfalz), lobten die herausragende Idee des Förderzentrums des SC Bobenheim-Roxheim. Diese beruht auf den vier Säulen Sport, Schule, Beruf und soziales Lernen. Das Jugendförderzentrum, das Ende August ins Leben gerufen wurde, bedeute mehr als Ballgeschick und Tore zu schießen oder zu werfen. Es kümmere sich ganzheitlich um sportbegeisterte Jugendliche, die auch außerhalb des Sports auf das Leben vorbereitet werden sollen, so die Würdigung.

Im vereinsergänzenden Fördertraining für Kinder ab fünf Jahren oder im betreuten Spielen sind inzwischen bereits über zwölf Personen im Einsatz – davon sieben lizenzierte Übungsleiter. …. Für dieses Jahr gelte es, das Projekt zu stabilisieren, auszubauen und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Das Förderzentrum wolle in Zusammenarbeit mit den örtlichen Sozialarbeitern ein Netzwerk für Ausbildungsplätze mit Praktika bei seinen Werbepartnern und Sponsoren schaffen und die Kooperation mit dem Ingelheimer Förderzentrum intensivieren, so Stark.

Die Sportstiftung Pfalz habe betont, dass für die Vergabe des Förderpreises, die kostenlose Teilnahme an den Angeboten sehr wichtig sei. Erst mit der aktiven Teilnahme an Fußball, Handball oder einer anderen Abteilung des Sportclubs müsse dem Verein beigetreten und somit ein Beitrag gezahlt werden. Das Förderzentrum freut sich nun schon auf den 4. Februar, wenn die der Hopp-Stiftung einen Vereinsbus übergibt.

Bernd Jung, Klaus Johannes und Harald Stark vom Förderzentrum waren bei der Feierstunde in Kaiserslautern und baten die Sportstiftung, dem Projekt auch künftig wohlgesonnen zu sein. (ax)


Quelle:

DIE RHEINPFALZ,  Publikation Frankenthaler Zeitung
Ausgabe 19,  23. Januar 2010,  Seite 17

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