Förderzentrum für Jugend und Soziales

junge Menschen

Keinerlei Berührungsängste zwischen Jung und Alt

Kooperationspartner ziehen Bilanz: Projekt Mehrgenerationentreff in Bobenheim-Roxheim hat sich bewährt / Fortsetzung folgtIm Generationenprojekt Gemeinschaft erleben! Von den regelmäßigen Begegnungen im Altenzentrum St. Magdalena profitieren Jung und Alt. Foto: Steffen Heumann

VON STEFFEN HEUMANN |  Die gute Nachricht vorneweg! Der Mehrgenerationentreff als Kooperationsprojekt zwischen Caritas-Altenzentrum St. Magdalena der Bernd-Jung-Stiftung und der Realschule plus in Bobenheim-Roxheim wird fortgeführt. Die Bilanz nach sechs Monaten ist bei allen Beteiligten durchweg positiv. Die 60 Bewohner im Altenzentrum werden seit Januar 2017 vierzehntägig von 18 Schülern der Klassenstufen 5 bis 10 im Rahmen einer Schul AG besucht. Gemeinsames Spielen oder ein Ausflug ins Eiscafé stehen während der rund 90 Minuten beim ungezwungenen Miteinander auf dem Programm.

Distanzen schnell abgebaut

Ideengeber Harald Stark, Geschäftsführer der Bernd-Jung-Stiftung, ist ebenso wie Uwe Stahl, Einrichtungsleitung, und Elvira Witt als begleitende Lehrerin vom Erfolg überrascht. „Ziel war es, eine Zusammenarbeit im sozialen Bereich auf den Weg zu bringen und nachhaltig zu gestalten”, so Harald Stark. Selbst hochgradig demenziell erkrankte Menschen sind in das Miteinander eingebunden. Uwe Stahl ist erstaunt, dass durch den Umgang zwischen Alt und Jung vergessen geglaubte Fähigkeiten bei älteren Menschen wieder zu Tage gefördert werden. Die Distanzen abzubauen, sei schnell gelungen. Trotz oftmals eingeschränkter Mobilität würden die Schüler ihr Gegenüber nicht wegen seiner Behinderungen stigmatisieren, sondern akzeptieren, erklärt Uwe Stahl.
Der zwölfjährige Sven zahlt derweil beim Schach immer noch Lehrgeld. Sein Kontrahent, Hartmut Schreier, zählt beim Denksport mit seinen 72 Lenzen noch längst nicht zum alten Eisen. „Er muss noch viel lernen”, scherzt Schreier nach der nächsten gewonnenen Partie. Selbstverständlich gibt er Sven eine Revanche. Ihm, wie auch Brajan, macht der Umgang mit den Menschen in St. Magdalena  Spaß. Lea und Vanessa fordern die betagten Mitspieler beim Klassiker „Stadt-Land-Fluss”. Ein Fluss mit „L”, ein Land mit „R”, ein Beruf mit „S” – es dauert etwas länger, aber die Aufgaben werden gelöst.

Soziale und emotionale Kompetenz fördern

Sogar in der Realschule spiegelt sich der Umgang mit den Heimbewohnern wider. „Die regelmäßigen Begegnungen fördern die soziale und emotionale Kompetenz bei den Schülern”, weiß Elvira Witt. Eher schüchterne Kinder hätten schnell ihre Vorbehalte abgelegt, zollt die Pädagogin ihren Schützlingen ein großes Lob. „Die Schüler freuen sich schon auf ihren nächsten Besuch”, unterstreicht Witt den Stellenwert der Kooperation. Und Uwe Stahl ergänzt, dass die jungen Menschen auch am Erfahrungsschatz der Älteren partizipieren. Die Zusammenarbeit soll auf weitere kreative Bereiche erweitert werden. Kunst- oder Gartenprojekte sind angedacht. Bewährt haben sich auch die Praxistage für die Schüler der 9. Klassen der Realschule, die Anforderungen eines Ausbildungsberufes im Pflegebereich vermitteln. Eine ehemalige Schülerin der Realschule beginnt im Sommer mit einer Ausbildung im Caritas-Altenzentrum. Mit der Kooperation wurde die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit geschaffen. Die lässt sich um viele weitere Mosaiksteine erweitern. Uwe Stahl denkt an die Anschaffung einer Rikscha, die jedoch an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst sein muss. Ausflüge an den nahen Altrhein wären dann für die Bewohner des Altenzentrums einfacher zu realisieren.
                                                                                                                                      
Quelle (Bild und Text): Nibelungen Kurier Worms, 9. Juni 2017

 

 

Jugendliche und die Schuldenfalle

hohe RechnungDas Förderzentrum für Jugend und Soziales bietet am 9. November 2016 mit seinen Kooperationspartnern, der VHS Bobenheim-Roxheim  und dem Bundesverband Gewaltprävention „Selbstbewusst & Stark e.V.“ den Kurs „Jugendliche und die Schuldenfalle“ ab dem Alter von 14 bis 17 Jahre an.

Jugendliche geraten heute schnell in die Schuldenfalle. Das Smartphone auf Raten, zahllose kostenpflichtige Apps, das Moped oder Auto auf Kredit, die Jeans für 150.- Euro, überzogene Jugend-Girokonten, mit 18 Jahren schon die eigene Wohnung: Die Zahl der überschuldeten Jugendlichen wächst rasant. Manche haben bis zu 30.000 Euro Schulden angehäuft. Gerade junge Menschen erliegen der Illusion, sich alles leisten zu können – auch wenn die Gläubiger oder Gerichtsvollzieher  ihnen längst im Nacken sitzen. Von insgesamt 6,67 Millionen überschuldeten Personen in Deutschland sind laut aktuellem Schuldneratlas 1,75 Millionen unter 25 Jahre alt. Prävention zuvor ist hier ein wichtiger und richtiger Weg.

Der Kurs beginnt um 17.30 Uhr und endet um 20.00 Uhr. Die Veranstaltung findet in den Räumen der VHS, Realschule plus, Grünstadter Straße 6, 67240 Bobenheim-Roxheim statt.

Kosten pro Teilnehmer 15.- Euro

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen nur über die VHS Bobenheim-Roxheim, Tel. 06239-939-0 oder 06239-939-1133 möglich.

 

 

Am Weihnachtsmarkt Leukämiepatienten Hoffnung schenken

Bernd-Jung-Stiftung und Stefan-Morsch-Stiftung rufen am 6. Dezember im Kurpfalztreff Bobenheim-Roxheim zur Registrierung als Stammzellspender auf

Blutentnahme "Typisierung Weihnachtsmarkt"Plätzchenduft, dampfender Glühwein und weihnachtliche Musik – auf dem Weihnachtsmarkt am Kurpfalz-Platz in Bobenheim-Roxheim, von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Dezember, wird Lust auf Weihnachten gemacht. In dieser besinnlichen Zeit, soll auch an Menschen in Not gedacht werden. Die Bernd-Jung-Stiftung und die Stefan-Morsch-Stiftung rufen gemeinsam zur Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke auf. Am Samstag, 6. Dezember informieren Vertreter der Stiftungen im Kurpfalztreff, Pfalzring 43, ab 16:00 bis 19:00 Uhr über das Thema Stammzellspende. Gesunde Erwachsene bis 40 Jahre können sich kostenlos mit einem Fingerhut voll Blut als Stammzellspender registrieren lassen und so potenzielle Lebensretter für einen Leukämiepatienten werden.

Seit Juni kooperiert die Bernd-Jung-Stiftung mit der Stammzellspenderdatei aus Birkenfeld. Jetzt konnten sie auch die Gemeinde Bobenheim-Roxheim mit ins Boot nehmen: Für die Typisierung stellt die Gemeinde den Kurpfalztreff zur Verfügung. Jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich sozial zu engagieren ist das gemeinsame Ziel. In Bobenheim-Roxheim funktioniert das ganz einfach: Ein Fragebogen, eine Einverständniserklärung und eine kleine Blutprobe. Die wird auf die für die Transplantation relevanten HLA-Werte untersucht und in der Datei gespeichert. Kommt es zu einer Übereinstimmung mit einem Leukämiepatient, nehmen Mitarbeiter der Stefan-Morsch-Stiftung den Kontakt auf.

Bürgermeister Müller wünscht sich, dass möglichst viele dem Aufruf folgen und dem Team der Lebensretter beitreten: „Ich bin leider schon zu alt, um mich zu typisieren. Aber ich hoffe, dass sich viele junge Menschen dazu bereit erklären.“

Weitere Informationen rund um das Thema Stammzellspende erfährt man unter www.stefan-morsch-stiftung.de, der kostenlosen Hotline 0800 – 76 67 724 und bei Facebook.

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