Förderzentrum für Jugend und Soziales

Pälzer Parre

Grätschen verboten

Fussball: BSV-Elf gewinnt Turnier für Behinderte und Nichtbehinderte – Pälzer Parre dominieren Aktivenspiele

BOBENHEIM-ROXHEIM. Das Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten fördern – das ist am Samstag beim integrativen Fußballturnier auf dem Gelände des Sportclubs (SC) Bobenheim-Roxheim gelungen. Ausrichter war der Behindertensportverein (BSV) Frankenthal in Kooperation mit der Bernd-Jung-Stiftung. Den Turniersieg holte erwartungsgemäß die erste BSV-Elf. Beim Blitzturnier für aktive Mannschaften setzten sich die Pälzer Parre durch.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, in denen das Turnier in der Halle ausgetragen worden war, gab es diesmal eine Freiluftpremiere auf dem Kunstrasenplatz des Sportclubs. Acht Mannschaften, die größtenteils von Einrichtungen wie Behindertenwerkstätten, Lebenshilfen oder Fördervereinen gestellt wurden, spielten auf dem Kleinfeld gegeneinander. Von der ersten Spielminute an war zu sehen, dass die körperlich und geistig beeinträchtigten Spieler den nichtbehinderten Akteuren an Leidenschaft in nichts nachstanden. Immer wieder waren Rufe zu hören wie „zieh doch ab“ oder „spiel doch“.Die Frankenthaler wurden ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht und holten mit ihrer ersten Mannschaft den Gesamtsieg, was laut BSV-Trainer Willi Maffenbeier auch das Ziel des Vereins war: „Wir sind aktuell landesweit eines der besten Teams in der Sparte, und die Jungs wollten heute unbedingt gewinnen.“ Aber auch die Mannschaften der Behinderten-Werkstätten aus Bad Dürkheim waren präsent: Team I wurde Zweiter, Team II erreichte den fünften Platz. Auch die Lebenshilfe aus Mannheim-Sandhausen (Platz drei) entpuppte sich als ernstzunehmende Konkurrenz. Und mit dem vierten Platz des BSV II war Trainer Maffenbeier ebenfalls zufrieden.

Beim folgenden Blitzturnier für aktive Mannschaften traten vier Teams auf dem Großfeld gegeneinander an. Besonders gefreut haben sich die BSV-Verantwortlichen über die Teilnahme der Pälzer Parre, die eine der bekanntesten Pfarrermannschaften Deutschlands sind und bereits international bei Benefizspielen mitgewirkt haben. Das Team habe direkt zugesagt, freuten sich die Organisatoren. Dabei überzeugten die Pfarrer nicht nur menschlich. Auch auf dem Platz glänzten sie und holten souverän den Gesamtsieg. Auch die Behinderten-Landesauswahl schlug sich gut. Sie schaffte es, in jeder Partie mindestens ein Tor zu schießen, was nach eigener Aussage ihr einziges Ziel gewesen war.

Mit dem Ablauf des Turniers waren alle Teilnehmer zufrieden. Nur das Wetter hätte besser sein können. Vom strömenden Regen ließen sich die Fußballer aber nicht die Stimmung vermiesen. Mit großer Leidenschaft wurde um jeden Ball gekämpft. Manchmal, meinte Maffenbeier, müsse er seine Jungs schon bremsen. Weil Bayern-München-Profi Philipp Lahm der einzige Fußballspieler sei, der grätschen könne, habe man entschieden, auf hartes Einsteigen zu verzichten, erklärte der BSV-Coach schmunzelnd. „Wir hatten schon einige Verletzungen durch falsche Grätschen. Deshalb lassen wir das sein und spielen lieber Fußball.“

Auch beim Ostercup der Bad Dürkheimer Werkstätten am heutigen Mittwoch will der BSV Frankenthal wieder angreifen. „Auch hier wollen wir in unserer Klasse als Sieger vom Platz gehen“, unterstrich Willi Maffenbeier. Gespielt wird ab 9.15 Uhr im Werner-Heisenberg-Gymnasium und in der Carl-Orff-Realschule. Dann auch wieder in der Halle. (ki) 

                                                                                                                                         

Quelle und Text: Die Rheinpfalz – Frankenthaler Zeitung – Nr. 81. Mittwoch, den 8. April 2015

Pfarrer kicken gegen Behinderte

Fussball: Integratives Turnier steigt am Samstag

Bobenheim-Roxheim. Die Bernd-Jung-Stiftung mit Sitz in Bobenheim-Roxheim und der Behindertensportverein (BSV) Frankenthal schlagen in ihrer Kooperation ein neues Kapitel auf. Zum ersten Mal veranstalten sie am Samstag, 4. April, ein integratives Fußballturnier für Kicker mit und ohne Behinderung.

„Die Inklusion ist unser zentraler Gedanke“, erklärt Harald Stark von der Bernd-Jung-Stiftung. Es gehe darum, Menschen mit und ohne Behinderung beim Sport zusammenzubringen. Daher hat man sich für den 4. April auch zwei Turniere ausgedacht, sagt Bernd Jung. Gespielt wird dabei auf dem Kunstrasen des Sportclubs (SC) Bobenheim-Roxheim am Binnendamm. Der erste Anpfiff ertönt um 10 Uhr. Dann ermitteln sechs Mannschaften beim integrativen Turnier ihren Sieger. Die Teilnehmer sind das vom Landestrainer betreute Haus Kür (in der Nähe von Koblenz), die Dürkheimer Werkstatt mit zwei Mannschaften, die Lebenshilfe Mannheim-Sandhausen sowie zwei Teams des BSV Frankenthal. Es finden immer zwei Kleinfeld-Begegnungen gleichzeitig auf dem Kunstrasen statt.

Ab 15 Uhr folgt am Samstag dann noch ein AH-Ü-32-Blitzturnier. Hierfür haben die Organisatoren von Bernd-Jung-Stiftung und BSV neben den AH-Teams des SC Bobenheim-Roxheim und des FV Heiligenstein die Auswahl der Pälzer Parre gewinnen können. Viertes Team beim Blitzturnier ist die Behinderten-Landesauswahl, die überwiegend aus Spielern des Turniers davor bestückt werden soll. Das Turnierende ist kurz vor 19 Uhr. Jung betont: „Die Pfarrer haben gleich zugesagt. Sie freuen sich, dass sie nun zum ersten Mal gegen Behinderte spielen dürfen.“

Die Einnahmen aus diesem Tag sollen an den BSV und die Stiftung fließen. Mehrere Sponsoren helfen bei der Deckung aller Kosten. Willi Maffenbeier vom BSV Frankenthal erklärt, dass man die Teilnehmer des integrativen Turniers kostenlos bewirten wolle. „Die arbeiten in der Regel in Behindertenwerkstätten und bekommen im Monat nur rund 150, 200 Euro plus ein Taschengeld“, erklärt er die Beweggründe.

Maffenbeier und BSV-Vorsitzender Heinz Baumeister hatten das Fußballturnier in den vergangenen zwei Jahren in der Halle in Frankenthal ausgerichtet. Nun freuen sie sich auf die Freiluft-Premiere.

Am Abend soll es mit allen Sportlern dann eine „dritte Halbzeit“ geben. Auf eine richtige Siegerehrung werde verzichtet: „An dem Tag sind alle Gewinner.“ Der BSV möchte seine vor zwei Jahren begonnene Tradition fortsetzen und neue Buttons auflegen, damit alle Fußballer eine Erinnerung ans Turnier haben.

Damit auch der Rahmen schön wird, wird ein Zelt für die Bewirtung aufgeschlagen. Außerdem gibt es Infostände der Bobenheim-Roxheimer Volkshochschule und des Bunds gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. „Unsere große Hoffnung ist, dass wir gutes Wetter haben und viele Zuschauer kommen“, sagt Harald Stark.

Um die Fußballer im BSV Frankenthal kümmert sich Willi Maffenbeier, der auch Landesfachwart ist. 32 Kicker gebe es aktuell im Verein. „Wir haben alles dabei, von Down-Syndrom bis hin zu Lerndefiziten, also mentale und körperliche Beeinträchtigungen.“ Der BSV sei der einzige Verein beim integrativen Turnier, die anderen Mannschaften kommen aus Werkstätten. (ax)

                                                                                                                                         

Quelle und Text: Die Rheinpfalz – Frankenthaler Zeitung – Nr. 78, Donnerstag, den 2. April 2015

Behinderte und nichtbehinderte Menschen in einer Fußballmannschaft

BSV FrankenthalDiese ungewohnte Kombination von Sportlern trifft man am Samstag, dem 4. April 2015, beim 3. Integrativen Fußballturnier, das der BSV Frankenthal e.V. in Zusammenarbeit mit der Bernd-Jung-Stiftung auf dem Sportgelände, Am Binnendamm 20, 67240 Bobenheim-Roxheim, ausrichtet. Beginn der Veranstaltung ist um 10.00 Uhr.

Acht Mannschaften aus nachfolgend genannten Einrichtungen werden daran teilnehmen:

Bad Dürkheimer Werkstätte,

Lebenshilfe Sandhausen,

Herz-Jesu-Haus Kür,

Maudacher Werkstätte

BSV Frankenthal

Im Anschluss daran findet ein AH Ü 32 Blitzturnier mit einer Turnierauswahl des integrativen Fußballturniers und den „Pälzer Parre“ statt, dessen Erlös dem BSV Frankenthal und der Bernd-Jung-Stiftung zu Gute kommt.

Unterstützt wird diese Veranstaltung von der VHS Bobenheim-Roxheim und der Vereinigung Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr e.V., die jeweils mit einem Infostand vor Ort vertreten sind.

 

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