Förderzentrum für Jugend und Soziales

Sieger

Medaillen und Kinderaugen strahlen

Ereignisreicher Tag in Bobenheim-Roxheim: Integrative Gemeindekindertagesstätte mit großem Spaß bei Mitmach-Olympiade dabeiDie Frage, ob den Kindern die Mitmach-Olympiade Spaß gemacht hat, wurde mit einem kräftigen „Jaaaaaaa!” beantwort. Das freute auch die Organisatoren und Beteiligten. Foto: Steffen Heumann

VON STEFFEN HEUMANN Bewegung macht Spaß! Das stellten rund 90 Kinder der Integrativen Gemeindekindertagesstätte in Bobenheim-Roxheim am Donnerstag auf den Plätzen der Bernd-Jung-Sportstätten unter Beweis. Als Sieger durfte sich jeder unter den zwei- bis sechsjährigen Teilnehmern fühlen. Bei sommerlichen Temperaturen konnten die Kinder bei der Mitmach-Olympiade an verschiedenen Sportstationen ihren Bewegungsdrang ausleben. Medaillen wurden zum Abschluss als Erinnerung an einen ereignisreichen Tag überreicht und mit Stolz präsentiert.

Hochmotivierte Teilnehmer

„Bei der Premiere waren alle Kinder hochmotiviert”, freut sich Matthias Dewald, Leiter der Gemeindekindertagesstätte über ein kurzweiliges Vergnügen für alle Beteiligten. „Der sportliche Auftakt zum Jubiläum”, so Dewald mit dem Hinweis auf das 25-jährige Bestehen der KiTa. 8 Parcours-Stationen galt es zu absolvieren. Vom Spielen mit dem Ball bis zu Koordinationsübungen hatte Oliver Müller als Trainer für die Bernd-Jung-Stiftung ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet. Für kühle Getränke, vitaminreiche Kost und einen stärkenden Imbiss zum Abschluss zeichnete der Globus-Markt verantwortlich. „Ein tolle Aktion, die wir als Partner der Region gerade fördern”, erklärt Robin Honacker von der Globus Marketing-Abteilung.

Lob für Initiative und Engagement

Erster Beigeordneter Dr. Frank K. Peter lobte nicht nur die Initiative der Bernd-Jung-Stiftung und deren Netzwerkpartner, sondern den Ansatz, dass als ein wichtiger Bestandteil des pädagogischen Konzeptes Kinder durch Bewegung lernen. Bewegungsmangel und einseitiger körperlicher Belastung auch bei Kindern vorzubeugen, sei im Bereich der Prävention ein wichtiges Thema, erläuterte Frank Krämer, Bezirksleiter der IKK. Die Krankenkasse habe daher gerne die Medaillen als Belohnung spendiert.
                                                                                                                                            
Quelle (Bild und Text): Nibelungen Kurier Worms, 1. Juni 2017

 

Pfarrer kicken gegen Behinderte

Fussball: Integratives Turnier steigt am Samstag

Bobenheim-Roxheim. Die Bernd-Jung-Stiftung mit Sitz in Bobenheim-Roxheim und der Behindertensportverein (BSV) Frankenthal schlagen in ihrer Kooperation ein neues Kapitel auf. Zum ersten Mal veranstalten sie am Samstag, 4. April, ein integratives Fußballturnier für Kicker mit und ohne Behinderung.

„Die Inklusion ist unser zentraler Gedanke“, erklärt Harald Stark von der Bernd-Jung-Stiftung. Es gehe darum, Menschen mit und ohne Behinderung beim Sport zusammenzubringen. Daher hat man sich für den 4. April auch zwei Turniere ausgedacht, sagt Bernd Jung. Gespielt wird dabei auf dem Kunstrasen des Sportclubs (SC) Bobenheim-Roxheim am Binnendamm. Der erste Anpfiff ertönt um 10 Uhr. Dann ermitteln sechs Mannschaften beim integrativen Turnier ihren Sieger. Die Teilnehmer sind das vom Landestrainer betreute Haus Kür (in der Nähe von Koblenz), die Dürkheimer Werkstatt mit zwei Mannschaften, die Lebenshilfe Mannheim-Sandhausen sowie zwei Teams des BSV Frankenthal. Es finden immer zwei Kleinfeld-Begegnungen gleichzeitig auf dem Kunstrasen statt.

Ab 15 Uhr folgt am Samstag dann noch ein AH-Ü-32-Blitzturnier. Hierfür haben die Organisatoren von Bernd-Jung-Stiftung und BSV neben den AH-Teams des SC Bobenheim-Roxheim und des FV Heiligenstein die Auswahl der Pälzer Parre gewinnen können. Viertes Team beim Blitzturnier ist die Behinderten-Landesauswahl, die überwiegend aus Spielern des Turniers davor bestückt werden soll. Das Turnierende ist kurz vor 19 Uhr. Jung betont: „Die Pfarrer haben gleich zugesagt. Sie freuen sich, dass sie nun zum ersten Mal gegen Behinderte spielen dürfen.“

Die Einnahmen aus diesem Tag sollen an den BSV und die Stiftung fließen. Mehrere Sponsoren helfen bei der Deckung aller Kosten. Willi Maffenbeier vom BSV Frankenthal erklärt, dass man die Teilnehmer des integrativen Turniers kostenlos bewirten wolle. „Die arbeiten in der Regel in Behindertenwerkstätten und bekommen im Monat nur rund 150, 200 Euro plus ein Taschengeld“, erklärt er die Beweggründe.

Maffenbeier und BSV-Vorsitzender Heinz Baumeister hatten das Fußballturnier in den vergangenen zwei Jahren in der Halle in Frankenthal ausgerichtet. Nun freuen sie sich auf die Freiluft-Premiere.

Am Abend soll es mit allen Sportlern dann eine „dritte Halbzeit“ geben. Auf eine richtige Siegerehrung werde verzichtet: „An dem Tag sind alle Gewinner.“ Der BSV möchte seine vor zwei Jahren begonnene Tradition fortsetzen und neue Buttons auflegen, damit alle Fußballer eine Erinnerung ans Turnier haben.

Damit auch der Rahmen schön wird, wird ein Zelt für die Bewirtung aufgeschlagen. Außerdem gibt es Infostände der Bobenheim-Roxheimer Volkshochschule und des Bunds gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. „Unsere große Hoffnung ist, dass wir gutes Wetter haben und viele Zuschauer kommen“, sagt Harald Stark.

Um die Fußballer im BSV Frankenthal kümmert sich Willi Maffenbeier, der auch Landesfachwart ist. 32 Kicker gebe es aktuell im Verein. „Wir haben alles dabei, von Down-Syndrom bis hin zu Lerndefiziten, also mentale und körperliche Beeinträchtigungen.“ Der BSV sei der einzige Verein beim integrativen Turnier, die anderen Mannschaften kommen aus Werkstätten. (ax)

                                                                                                                                         

Quelle und Text: Die Rheinpfalz – Frankenthaler Zeitung – Nr. 78, Donnerstag, den 2. April 2015

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