Förderzentrum für Jugend und Soziales

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„Helfen ist immer gut!”

Bilanz der Typisierungsaktion für die Stefan-Morsch-Stiftung: 50 potentielle Lebensretter sind neu im Team!

Daumen hoch für den Aktionstag am Samstag in Bobenheim-Roxheim. 50 Typisierungen für die Stefan-Morsch-Stiftung sind ein schöner Erfolg. Foto: Steffen Heumann

VON STEFFEN HEUMANN Nach dem sonnigen Auftakt der Typisierungsaktion, drohte am Nachmittag Ungemach vom Himmel. Die ersten Bänke, Tische und Zelte wurden vorsichtshalber bereits abgebaut. Axel Rolland von der Stefan-Morsch-Stiftung hielt die Stellung und hatte die Marke von 50 Typisierungen fest im Visier. Trotz des einsetzenden Regens setzten Jessica und Janine aus Bobenheim-Roxheim ihr Vorhaben am Samstag noch in die Tat um. „Helfen ist immer gut!”, war die spontane und durchaus plausible Antwort der beiden jungen Damen.

Das war sicher auch der Ansporn für die 47. potentiellen Stammzellspender, die die Aktion der Bernd-Jung-Stiftung und Nibelungen Kurier in Zusammenarbeit mit der Stefan-Morsch-Stiftung und der Unterstützung von Globus bereits zuvor eingefunden hatten. Darunter einige Mitarbeiter des SB-Marktes und auch Fabio. Der 17-jährige Fußballer war bereits auf dem Weg zum Spiel seiner Mannschaft vom 1. FC Rheinpfalz gegen Oggersheim. Gerne gab auch die Mutter die Einwilligung, damit sich der Minderjährige typisieren lassen durfte. Durch einen Cousin war er auf das Schicksal des leukämiekranken Jamie aus Worms aufmerksam geworden. Die Abgabe seiner Speichelprobe, ist vielleicht der erste Schritt, um einem Menschen das Leben zu retten.

Toller Schlusspunkt – 50 Typisierungen

Leben retten ist auch eine Aufgabe der Feuerwehr, weshalb Wehrleiter Kai Neiheiser gerne mit der Feuerwehrjugend und Fahrzeugen vor Ort war, um über den vielseitigen Aufgabenbereich der Floriansjünger zu informieren. Das Rahmenprogramm gestalteten neben der „Christel und Manfred Gräf-Stiftung”, die IKK Südwest, die Integrative Gemeindekindertagesstätte Bobenheim-Roxheim mit ihren bunten Luftballon-Käfern und nicht zuletzt Dr. Schienbein von den Clowndoktoren, der mit unzähligen Mega-Seifenblasen Groß und Klein zum Staunen brachte. Organisator Robin Honacker vom Globus Markt war es vorbehalten, dass mit der 50. Typisierung noch ein toller Schlusspunkt gesetzt wurde. Sein Vorschlag, die Typisierung witterungsbedingt noch in die Räumlichkeiten der Markt-Gastronomie zu verlagern, fruchtete. „50 mögliche Lebensretter”, zog Axel Rolland seitens der Stefan-Morsch-Stiftung eine positives Fazit des Aktionstages.
                                                                                                                                                  
Quelle (Bild und Text): Nibelungen Kurier Worms, 17. September 2017

 

Fragen stellen und Leistungen vergleichen

Projekt Schüler auf Banktour: Die ersten Schritte zum eigenen Konto / Finanzkompetenz junger Menschen fördern

Banktour

Die Schüler der Realschule plus in Bobenheim-Roxheim konnten im Rahmen der Banktour erste Erfahrungen auf dem Weg zum eigenen Konto machen oder ihr Wissen vertiefen. Foto: Steffen Heumann

VON STEFFEN HEUMANN Bereits ab 7 Jahren besteht die Möglichkeit ein Kinderkonto, Jugend- oder Taschengeldkonto zu eröffnen. Konkret wird der Wunsch nach einer eigenen Bankverbindung eher bei Schülern oder Auszubildenden. Auf der Suche nach dem besten Produkt ist es mitunter schwer, zwischen den Leistungen der Banken und dem individuellen Bedarf abzuwägen. Mehrere Gruppen der Realschule plus in Bobenheim-Roxheim machten den Praxistest. Auf Initiative des Bundesministeriums für Verbraucherschutz in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und der Bernd-Jung-Stiftung starteten die 9. und 10. Klässler ihre Mission.

Umworbener Kunde von morgen

Mit einem Rucksack voller Fragen ausgestattet, startete die Banktour. Einen Rucksack voller Antworten gab es bei der Präsentation der Ergebnisse am Mittwoch. Neben den Kriterien für ein Girokonto, standen auch die Kosten für die Kontoführung sowie der Service im Fokus, den die Banken den Jugendlichen als begehrte Zielgruppe bieten. „Wir würden dort ein Konto eröffnen”, lautet das Fazit der Schüler, die sich bei der R+V Bank, Sparkasse, Deutsche Bank, Commerzbank und Sparda Bank insgesamt gut beraten und umfassend informiert fühlten.

Gratis-MusikApp als „Leckerli”

Punkten konnten die Anbieter mit speziell auf die Altersgruppe zugeschnittenen Angeboten. Als wichtig erachtet wurde eine kostenlose Kontoführung, die Anzahl verfügbarer Geldautomaten, die Aussicht auf einen Willkommensbonus sowie Akzeptanzstellen, bei denen Einkäufe oder Dienstleistungen rabattiert werden. Eine Giro-Karte wie ein elektronisches Portemonnaie nutzen zu können und am Online- und Mobile-Banking der neuesten Generation teilzunehmen, fand ebenfalls Gehör. Auf ein positives Echo stieß das Angebot einer Gratis-MusikApp.

Kleinigkeiten erzielen Wirkung

In die Bewertung floss ebenfalls die verständliche Beantwortung von Fragen, der Umfang der Informationen, die Begrüßung und die Freundlichkeit des Gegenübers ein. Ob Getränke, Kekse oder Gummibärchen, beeindrucken konnten die Geldinstitute zudem mit kleinen Aufmerksamkeiten. „Unterschiedliche Banken, unterschiedliche Angebote”, fasste Jens Leithmann als betreuender Lehrer in den Fächern Wirtschaft und Verwaltung die Präsentation zusammen. Im Sinne der Nachhaltigkeit hofft der Pädagoge, dass die Banktour Grundkenntnisse im Umgang mit finanziellen Angelegenheiten vermitteln konnte und einen Beitrag leistet, die richtige Entscheidung bei der Kontowahl zu treffen.

Ulrike Meyer-Strötges von der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Ludwigshafen weiß um die Notwendigkeit, nicht zuletzt in Finanzfragen relevante Informationen einzuholen und Angebote gründlich zu vergleichen. „Das erste Konto muss keine Wahl für immer sein. Es gibt Optionen”, wünscht sich Ulrike Meyer-Strötges dass die Jugendlichen immer mit offenen Augen und durchaus kritisch durchs Leben gehen.

                                                                                                                                        
Text, Bild  und Quelle: Nibelungenkurier Worms, Mittwoch, den 23. November 2016

 

 

 

Grätschen verboten

Fussball: BSV-Elf gewinnt Turnier für Behinderte und Nichtbehinderte – Pälzer Parre dominieren Aktivenspiele

BOBENHEIM-ROXHEIM. Das Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten fördern – das ist am Samstag beim integrativen Fußballturnier auf dem Gelände des Sportclubs (SC) Bobenheim-Roxheim gelungen. Ausrichter war der Behindertensportverein (BSV) Frankenthal in Kooperation mit der Bernd-Jung-Stiftung. Den Turniersieg holte erwartungsgemäß die erste BSV-Elf. Beim Blitzturnier für aktive Mannschaften setzten sich die Pälzer Parre durch.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, in denen das Turnier in der Halle ausgetragen worden war, gab es diesmal eine Freiluftpremiere auf dem Kunstrasenplatz des Sportclubs. Acht Mannschaften, die größtenteils von Einrichtungen wie Behindertenwerkstätten, Lebenshilfen oder Fördervereinen gestellt wurden, spielten auf dem Kleinfeld gegeneinander. Von der ersten Spielminute an war zu sehen, dass die körperlich und geistig beeinträchtigten Spieler den nichtbehinderten Akteuren an Leidenschaft in nichts nachstanden. Immer wieder waren Rufe zu hören wie „zieh doch ab“ oder „spiel doch“.Die Frankenthaler wurden ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht und holten mit ihrer ersten Mannschaft den Gesamtsieg, was laut BSV-Trainer Willi Maffenbeier auch das Ziel des Vereins war: „Wir sind aktuell landesweit eines der besten Teams in der Sparte, und die Jungs wollten heute unbedingt gewinnen.“ Aber auch die Mannschaften der Behinderten-Werkstätten aus Bad Dürkheim waren präsent: Team I wurde Zweiter, Team II erreichte den fünften Platz. Auch die Lebenshilfe aus Mannheim-Sandhausen (Platz drei) entpuppte sich als ernstzunehmende Konkurrenz. Und mit dem vierten Platz des BSV II war Trainer Maffenbeier ebenfalls zufrieden.

Beim folgenden Blitzturnier für aktive Mannschaften traten vier Teams auf dem Großfeld gegeneinander an. Besonders gefreut haben sich die BSV-Verantwortlichen über die Teilnahme der Pälzer Parre, die eine der bekanntesten Pfarrermannschaften Deutschlands sind und bereits international bei Benefizspielen mitgewirkt haben. Das Team habe direkt zugesagt, freuten sich die Organisatoren. Dabei überzeugten die Pfarrer nicht nur menschlich. Auch auf dem Platz glänzten sie und holten souverän den Gesamtsieg. Auch die Behinderten-Landesauswahl schlug sich gut. Sie schaffte es, in jeder Partie mindestens ein Tor zu schießen, was nach eigener Aussage ihr einziges Ziel gewesen war.

Mit dem Ablauf des Turniers waren alle Teilnehmer zufrieden. Nur das Wetter hätte besser sein können. Vom strömenden Regen ließen sich die Fußballer aber nicht die Stimmung vermiesen. Mit großer Leidenschaft wurde um jeden Ball gekämpft. Manchmal, meinte Maffenbeier, müsse er seine Jungs schon bremsen. Weil Bayern-München-Profi Philipp Lahm der einzige Fußballspieler sei, der grätschen könne, habe man entschieden, auf hartes Einsteigen zu verzichten, erklärte der BSV-Coach schmunzelnd. „Wir hatten schon einige Verletzungen durch falsche Grätschen. Deshalb lassen wir das sein und spielen lieber Fußball.“

Auch beim Ostercup der Bad Dürkheimer Werkstätten am heutigen Mittwoch will der BSV Frankenthal wieder angreifen. „Auch hier wollen wir in unserer Klasse als Sieger vom Platz gehen“, unterstrich Willi Maffenbeier. Gespielt wird ab 9.15 Uhr im Werner-Heisenberg-Gymnasium und in der Carl-Orff-Realschule. Dann auch wieder in der Halle. (ki) 

                                                                                                                                         

Quelle und Text: Die Rheinpfalz – Frankenthaler Zeitung – Nr. 81. Mittwoch, den 8. April 2015

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