Förderzentrum für Jugend und Soziales

Vereine

Gewalt verhindern – Integration fördern

Button | Schild | IntegrationDas Förderzentrum für Jugend und Soziales bietet am 1. Juni 2016 mit seinen Kooperationspartnern, dem Bundesverband Gewaltprävention „Selbstbewusst & Stark e.V.“ und der VHS Bobenheim-Roxheim, in der Zeit von 18.00 bis 20.30 Uhr den Kurs „Gewalt verhindern – Integration fördern“ für Erwachsene in den Räumen der VHS, Realschule plus, Grünstadter Straße 6, 67240 Bobenheim-Roxheim, an. 

Dieser Erwachsenenbildungslehrgang richtet sich an Lehr- und Kitapersonal genauso wie Vereinsvorstände und Trainer.

Migrationskinder sehen sich heute aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Sprache oder Religion immer wieder gewalttätigen Auseinandersetzungen gegenüber. Dies beginnt oft schon in Kindertageseinrichtungen und geht über die Schule und Vereine weiter.

Hierzu braucht es ein geeignetes Konzept der Akzeptanz und der Förderung.

 Die Kursgebühr beträgt 20,00,- Euro

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen nur über die VHS Bobenheim-Roxheim, Tel. 06239-939-0 oder 06239-939-1133 möglich.

Ausbildung zum Gewaltpräventionstrainer C

Wir bilden aus!Das Förderzentrum für Jugend und Soziales bietet am 21. März 2015 von 10:00 bis 16:00 Uhr mit seinem Kooperationspartner, dem Bundesverband Gewaltprävention „Selbstbewusst & Stark e.V.“, und in Zusammenarbeit mit der VHS Bobenheim-Roxheim einen Lehrgang zur Ausbildung „Gewaltpräventionstrainer C“ in den Räumen der VHS, Realschule plus, Grünstadter Straße 6, 67240 Bobenheim-Roxheim, an.

Viele Vereine, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Schulen werden heutzutage immer mehr mit Gewalt und deren Prävention konfrontiert. Medien berichten über sexuelle Übergriffe in Vereinen, aggressionsbereite Kinder und Jugendliche, Fremdenfeindlichkeit unter Jugendlichen, mediale Gewalt oder verschiedenste Süchte, denen Kinder und Jugendliche heute ausgesetzt sind. Nicht intervenieren, sondern präventiver Umgang sollte die Lösung sein.

Der Lehrgang eignet sich insbesondere für Vereinsvorstände, Trainer, Übungsleiter, Trainerhelfer, Lehrer, Erzieher und Menschen in der Kinder- und Jugendarbeit.

Themen sind Mobbing, Cybermobbing, mediale Gewalt und dessen Ursachen und Lösungen, Aggressionspotential bei Kindern und Jugendlichen und der Umgang damit, sexualisierte Gewalt, Evaluation und Analyse, Fremdenhass und Rechtsextremismus in Vereinen und Schulen, Gefahren für Kinder und Jugendliche, Selbstsicherheitsaufbau bei Kindern, Suchtprävention u.a.

Die Ausbildung schließt mit dem Zertifikat “Gewaltpräventionstrainer C” und beinhaltet Arbeitsmaterial und DVD zum autodidaktischen sowie eigenen Schulungen (insg. 20 LE). Die Kursgebühr beträgt 149,- Euro.

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen nur über die VHS Bobenheim-Roxheim, Tel. 06239-939-0 oder unter 06239-939-1309 VHS-Leiterin Manuela Lemster möglich.

Weitere Infos zum Kurs gibt es auch über die Geschäftsstelle des Förderzentrums (Telefon: 06239 – 995 696).

WEGA Werbeagentur: Neuer strategischer Partner der Bernd-Jung-Stiftung

WEGA MannheimDie Bernd-Jung-Stiftung konnte einen neuen strategischen Partner gewinnen: Die WEGA Werbeagentur aus Mannheim wird in Zukunft die Entwicklung der Stiftung im Bereich Marketing und Werbung begleiten und ihre umfassenden Leistungen kommunikativ aufbereiten. Die Entscheidung für WEGA fiel aufgrund der langjährigen Erfahrung der Agentur mit sozialen Organisationen und Projekten.

Kern der Zusammenarbeit wird es sein, die enorme Bandbreite der Leistungen von Stiftung und Stiftungspartnern in der Öffentlichkeit darzustellen und ihre Einzigartigkeit zu dokumentieren. Auch wird der vielfältige Nutzen für die Gesellschaft, für Städte und Gemeinden, die Vereine und vor allem für Kinder und Jugendliche und deren Familien im Fokus der Kommunikationsarbeit stehen. Eine weitere wichtige Aufgabe der Agentur wird es sein, weitere Sponsoren für die Stiftung zu aktivieren, indem der Nutzen der Stiftung für die Sponsoren deutlich herausgearbeitet wird.

 

Alle sollen profitieren

WIR SIND FAMILIE: Seit fünf Jahren fördert die Bernd-Jung-Stiftung Kinder und Jugendliche durch sportliche und soziale Angebote. Ohne viel Aufhebens, aber ziemlich professionell verfolgen die Gründer ein cleveres Konzept, das auch den Vereinen nützt.

Seit Kurzem gilt das Förderzentrum als Pilotprojekt im Land, der Innen-und Sportminister ist Schirmherr.

BOBENHEIM-ROXHEIM. „Im Mai haben wir Kontakt mit dem Ministerium aufgenommen“, berichtet Harald Stark, der gemeinsam mit Johannes Müller das Förderzentrum leitet. Dessen Konzept mit den Schwerpunkten Sport, Behindertensport und Gewaltprävention sei in Mainz intensiv geprüft worden, bevor Minister Roger Lewentz (SPD) zugestimmt habe, seinen Namen dafür herzugeben. Bei der Prüfung habe sich wohl ergeben, dass das Förderzentrum landesweit einmalig oder zumindest selten sei. Von einem „Pilotprojekt in Rheinland- Pfalz“ spricht Bernd Jung, dessen 1996 gegründete Stiftung das Förderzentrum trägt und finanziert. „Wir freuen uns, dass wir den Minister nachhaltig als Paten gewinnen konnten.“ Der 74-Jährige empfindet das nach nur fünf Jahren, in denen das Projekt existiert, als große Auszeichnung.

Ob es darum geht, Kinder in die Vereine zu bringen, sportliche Talente zu entdecken, schulische Leistungen zu verbessern oder der Gewalt vorzubeugen  –  das  Förderzentrum Jugend und Soziales in Bobenheim-Roxheim arbeitet vielfältig und vor allem effizient. Es sucht sich kompetente Vertragspartner wie Vereine und Verbände und vermittelt deren Angebote an andere Vereine, an Kindergärten und Schulen.

Die Heidelberger Ballschule beispielsweise bringt am Stützpunkt Bobenheim-Roxheim, auf dem Geländedes Sportclubs (SC), wöchentlich zahlreiche Kinder in Bewegung (wir berichteten im Juli 2011). Die Landesverbraucherzentrale kommt regelmäßig zum Förderzentrum am Binnendamm, um Familien bei der gesunden Ernährung zu unterstützen. Ein in Worms und Frankenthal ansässiges Lernstudio steht im Namen des Förderzentrums für Hausaufgabenhilfe zur Verfügung, der ASB Frankenthal lehrt Erste Hilfe am Kind und der Bobenheim-Roxheimer Schachclub lässt Kinder ins Spiel der Könige hineinschnuppern.

Starke  Nachfrage registrieren Bernd Jung und Harald Stark an den Kursen des Bundesverbands Selbst- bewusst & Stark zur Gewaltprävention. Sie sprechen von ausgebuchten Seminaren und Wartelisten. Der im Norden von Rheinland-Pfalz ansässige Verein zeigt nicht nur Kindern, wie man sich ohne Gewalt selbst behauptet, sondern bildet auch Erwachsene als Anti-Aggressionstrainer aus. „Wer diese Ausbildung über unser Förderzentrum macht, spart einen großen Teil der Kursgebühr“, nennt Harald Stark ein Beispiel dafür, worin für die Teilnehmer der Vorteil liegt, wenn sie das Netzwerk der Stiftung nutzen. Eine der jüngsten Kooperationen ist die mit dem Behindertensportverein Frankenthal, dem die Helfer um Bernd Jung Sportstätten vermitteln. Derzeit in Planung sind Kooperationen, die das Spektrum des Förderzentrums um Babymassage und um Hilfen für Leukämie- und Tumorkranke erweitern.

Das Grundprinzip des Bobenheim-Roxheimer Projekts lautet: „Alle profitieren.“ Die Familien, die eine große Bandbreite an sinnvollen, oft kostenlosen Angeboten bekommen, und die Anbieter, weil ihnen eine zusätzliche Plattform für ihre Arbeit bereitgetellt wird. So mancher Verein habe durch die Veranstaltungen des Förderzentrums schon neue Mitglieder oder ehrenamtliche Helfer bekommen, berichten Bernd Jung und Harald Stark. Bedauerlich finden es beide, dass sozial schwache Familien die Angebote wenig nutzen.

Am engsten ist die Stiftung mit dem SC Bobenheim-Roxheim verbunden, dessen Namen sie bisher trug. „Es gab da aber immer wieder Verwechslungen und Irritationen“, erklärt Stark, warum kürzlich die Um- benennung in Bernd-Jung-Stiftung erfolgte. „Außerdem würdigen wir damit das Lebenswerk von Bernd Jung.“ Dem rüstigen Rentner liegen nicht nur der Sportclub und das Wohl der Jugend am Herzen, er hat auch ein gutes Händchen fürs Finanzielle: Das Stiftungskapital von ursprünglich 300 D-Mark  sei mittlerweile  auf 560.000 Euro angewachsen, sagt er. Am 1. Juni soll das fünfjährige Bestehen des Förderzentrums mit Sport, Tanz und Musik groß gefeiert werden. Benny Kieckhäben, Teilnehmer der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“, hat einen Auftritt mit seinem Gitarristen zugesagt. Außerdem sind ein Gewinnspiel und eine Typi- sierungsaktion zugunsten Leukämiekranker geplant. (ww)

INFO Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.bernd-jung-stiftung.de. Das Förderzentrum Jugend und Soziales sucht Ehrenamtliche, die bei der Organisation und der praktischen Umsetzung von Kursen vor Ort helfen. Kontakt: Telefon 06239 995696 oder E-Mail info@bernd-jung-stiftung.de.


Quelle: Die Rheinpfalz, Ausgabe 72, 26. März 2014

Neue Gewaltpräventionstrainer ausgebildet

Ausbildung zum Gewaltpräventionstrainer C 12. Oktober 2013Am Samstag, 12. Oktober 2013, fanden sich zehn Teilnehmer aus dem Bereich Schule, Kita und Vereine  im Hause der Stiftung zur Ausbildung als Gewaltpräventionstrainer C ein. Die Ausbildung wurde in den Räumlichkeiten des Förderzentrums für Jugend und Soziales vom Kooperationspartner “Bundesverband Gewaltprävention Selbstbewusst & Stark e.V.” unter Leitung des Vorsitzenden Kelly Sach abgehalten.

Wichtige Themen in der Kinder- und Jugendarbeit wie Mobbing, Cybermobbing, mediale Gewalt, Suchtprävention, Fremdenfeindlichkeit, sexualisierte Gewalt, Selbstsicherheitstraining und Kommunikationstraining standen auf dem Programm. Alte und neue Erkenntnisse kamen zur Anwendung und Qualitätsmerkmale wurden herausgestellt. “Ziel des Bundesverbandes ist es, sich nicht nur in einzelnen Bereichen Wissen anzueignen, wie zum Beispiel als Anti-Aggressionstrainer, sondern sich umfassend in der Materie ausbilden zu lassen, um das Wissen an seinem jeweiligen Einsatzgebiet umsetzen zu können”, so Kelly Sach.  Abschließend erhielten die Teilnehmer Ausbildungsunterlagen sowie die Zertifizierung zum Gewaltpräventionstrainer C überreicht.

Der Termin für die weiterführende Ausbildung zum Gewaltpräventionstrainer B wird rechtzeitig bekannt gegeben. Die Themenbereiche bei dieser Ausbildung sind u.a. Sozialkompetenztraining, Mediation, Cool-down-Training, Peer-to-Peer-Projekte, Körpersprache und Streitschlichtungsmodelle.

Bilder der Veranstaltung sind in der Bildergalerie zu sehen

Ausbildung zum Gewaltpräventionstrainer C im Förderzentrum

Trainerausbildung GewaltpräventionDas Förderzentrum für Jugend und Soziales  bietet am 12. Oktober 2013 von 9:00 bis 16:00 Uhr mit seinem Kooperationspartner Bundesverband „Selbstbewusst & Stark e.V.“ in Zusammenarbeit mit der Christel und Manfred Gräf Stiftung einen Lehrgang zur Ausbildung „Gewaltpräventionstrainer C“ in den Räumen des Förderzentrums, Am Binnendamm 20, 67240 Bobenheim-Roxheim an.

Viele Vereine, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Schulen werden heutzutage immer mehr mit Gewalt und deren Prävention konfrontiert. Medien berichten über sexuelle Übergriffe in Vereinen, aggressionsbereite Kinder und Jugendliche, Fremdenfeindlichkeit unter Jugendlichen, mediale Gewalt oder verschiedenste  Süchte, denen Kinder und Jugendliche heute ausgesetzt sind. Nicht intervenieren, sondern präventiver Umgang sollte die Lösung sein.

Der Lehrgang eignet sich insbesondere für Vereinsvorstände, Trainer, Übungsleiter, Trainerhelfer, Lehrer, Erzieher und Menschen in der Kinder- und Jugendarbeit.

Themen sind Mobbing und dessen Ursachen und Lösungen, Aggressionspotential bei Kindern und Jugendlichen und der Umgang damit, sexualisierte Gewalt, Evaluation und Analyse, Fremdenhass und Rechtsextremismus in Vereinen und Schulen, Gefahren für Kinder und Jugendliche, Selbstsicherheitsaufbau bei Kindern, Suchtprävention u.a.

Die Ausbildung schließt mit dem Zertifikat “Gewaltpräventionstrainer C” und beinhaltet Arbeitsmaterial und DVD zum autodidaktischen sowie eigenen Schulungen (insg. 20 LE). Die Kursgebühr (inkl. Verpflegung) beträgt 109,- Euro.

Der Lehrgang wird auch vom DOSB zur Verlängerung der Trainerlizenz anerkannt.

Ziel ist es, dieses Wissen und die Praxis durch Multiplikatoren in Deutschland zu vervielfältigen. Bislang durchliefen bundesweit 234 Trainer/innen diese Ausbildung.

Infos und verbindliche Anmeldungen bis 09. Oktober 2013  online unter Leistungsspektrum / Gewaltprävention, per E-Mail über  gewaltpraevention@bernd-jung-stiftung.de oder über die Christel und Manfred Gräf Stiftung (Telefon: 06239 – 8614).

Kinder in Bewegung bringen

NACHGEHAKT: Seit zwei Jahren gibt es das Förderzentrum für Jugend und Soziales . Ballschule, Fußballfördertraining und betreutes Spielen werden mittlerweile rege nachgefragt, und ab Herbst wird Kindern auch der Kontakt zu Tieren ermöglicht. Eine ehrenamtliche Erfolgsgeschichte.

Zwischen Gnadenhof und Fußball besteht laut Stiftung Jugendfonds SC Bobenheim-Roxheim ein Zusammenhang - Foto BALZARIN, DAPD

Was haben die Esel im Wormser Gnadenhof von Carry Lerch mit Fußball zu tun? Für das Förderzentrum gehört sowohl der Umgang mit Tieren als auch Sport zu einer gesunden Entwicklung von Kindern. Und die ist oberstes Ziel der Initiatoren. (Fotos: BALZARIN; DAPD)

„Wir sind angekommen und haben mehr Menschen mit ins Boot geholt, als uns zugetraut wurde“, sagt Klaus Johannes auf die Frage, wie zwei Jahre nach der Gründung des Förderzentrums für Jugend und Soziales sein Fazit ausfällt. Was anfänglich von der Öffentlichkeit skeptisch beurteilt wurde und zwischendurch im Sportclub Bobenheim-Roxheim für Unruhe und Streit gesorgt hatte, ist zu einem Erfolgsprojekt geworden, dessen Idee noch lange nicht ausgereizt ist, die aber langsam an personelle Grenzen stößt.

Laut Johannes setzen derzeit mehr als 50 ehrenamtliche Übungsleiter für das Förderzentrum und sein Pendant in Ingelheim an über 30 Standorten in Rheinland-Pfalz das Konzept der Ballschule um und bringen damit in Kindergärten, Grundschulen und Vereinen wöchentlich 1400 Kinder in Bewegung. In Bobenheim-Roxheim beispielsweise stieg die Zahl der an der Ballschule teilnehmenden Kinder von acht im Januar 2010 auf aktuell 56. Mitarbeiter von Kitas und Schulen, die per Vertrag Kooperationspartner werden, können sich ebenso wie Ehrenamtliche mit finanzieller Unterstützung der Stiftung weiterbilden.

Keimzelle des Förderzentrums ist das Zusatztraining für junge Fußballtalente.

Neben der Ballschule ist das Fördertraining für Fußballjunioren eine wichtige Säule des Förderzentrums und sozusagen dessen Keimzelle. Die vor etwa zehn Jahren geborene Idee, vereinsübergreifend besonders talentierte Spieler in den Nachwuchsmannschaften zu fördern, sei nach und nach um soziale Aspekte erweitert worden, erläutern Harald Stark und Klaus Johannes. Der Wormser und der ehemalige Profi-Fußballer aus Mauchenheim hatten sich durch die Zusammenarbeit von SC und Hassia Bingen beim Fördertraining kennengelernt und zusammen mit Bernd Jung aus Bobenheim-Roxheim die Idee eines Förderzentrums entwickelt – mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche in den Bereichen Sport, Schule und Soziales zu unterstützen.

Durch gesellschaftliche Entwicklungen sahen sie sich dazu herausgefordert. Zum Beispiel durch den Umstand, dass viele Eltern, besonders Alleinerziehende, auf Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder angewiesen sind. Deshalb bietet das Förderzentrum beispielsweise betreutes Spielen nach der Schule bis zum Trainingsbeginn an.

Durch die kürzlich besiegelte Kooperation mit dem Tiergnadenhof High Chaparrel in Worms ist ein weiterer Baustein der Jugendförderung hinzugekommen, die ja auch soziale Aspekte in den Blick nehmen will. Kindergartengruppen können bald ein- bis zweimal im Jahr den Gnadenhof von Carry Lerch besuchen und erhalten dort Impulse für den Umgang mit Tieren. Gern würden die drei Förderzentrumsleiter noch mehr im sozialen Bereich tätig sein, zum Beispiel in der schulischen Unterstützung von Kindern, doch dafür werfe die Stiftung nicht genug Gewinn ab, bedauert Bernd Jung.

Er ist Initiator und Vorstandsvorsitzender der Stiftung zur Jugendförderung, die 1996 mit einem Startkapital von 300 D-Mark ihren Anfang nahm. Durch weitere Spenden sei das Stiftungsvermögen gewachsen und gut angelegt worden. Mittlerweile, so Jung, seien die Wertpapiere zirka 450.000 Euro wert, aus Dividenden und Zinserträgen würden der Sport  unterstützt und die Aktivitäten des Förderzentrums finanziert. Oberstes Prinzip sei, jedem Kind die Teilhabe am Sport zu ermöglichen.

Im Hinterkopf haben Johannes, Stark und Jung aber auch die Zukunft der Sportvereine. Kinder zur Bewegung zu bringen, sei die nachhaltigste Form der  Nachwuchsförderung, ist Klaus Johannes überzeugt. Dies müsse aber über Vereinsgrenzen hinweg passieren. „Ohne Kooperationen zwischen Vereinen, aber auch mit Institutionen und Einzelpersonen geht das nicht.“ Jugendliche sollen darüber hinaus motiviert und unterstützt werden, Ehrenämter zu übernehmen, sich beispielsweise zum Trainer oder Schiedsrichter ausbilden zu lassen.

Stiftung und Förderzentrum haben in den vergangenen zwei Jahren nicht viel Aufhebens um ihr Engagement gemacht. Verborgen blieb es aber nicht. Beim Landessportbund stehen die Aktivitäten auf der Zuschussliste, die Dietmar-Hopp-Stiftung hat einen Kleinbus gespendet und möglicherweise ergattert die Stiftung demnächst noch einen Preis bei der Aktion „Sterne des Sports“ der RV Bank Rhein-Haardt, die soziales Engagement in Sportvereinen würdigen will. Beworben hat sich die Stiftung zumindest.

Die große Nachfrage nach den Angeboten scheint dem Förderzentrum Recht zu geben, doch das bringt auch Probleme. „Wir müssen uns allmählich Gedanken machen, wie wir dieses Interesse zufriedenstellen können“, sagt Harald Stark. Vonnöten seien mehr Ehrenamtliche, die sich beispielsweise als Ballschultrainer zur Verfügung stellen. „Wir würden uns mehr Engagement von Senioren wünschen.“

Von den großen und berühmten Vereinen ist Klaus Johannes enttäuscht. Keiner habe bisher Unterstützung angeboten, obwohl doch kleine Clubs die Grundlagen für spätere Profisportler legten. „Wir haben uns alles sogar gegen Widerstände hart erarbeitet“, sagt er. „Dafür können wir jetzt sagen: Dieses Projekt macht bundesweit außer uns keiner. Es sollte möglichst viele Nachahmer finden.“ (ww)


STICHWORT Ballschule

Die Ballschule Heidelberg wurde 1998 als Kooperationsprojekt des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg, der FT Kirchheim  und lokalen Grundschulen gegründet, um Kindern zwischen fünf und acht Jahren das ABC des Ballspielens beizubringen. Dahinter steckt die Beobachtung, dass Kinder nur noch selten in Straßen, Parks oder auf Bolzplätzen mit dem Ball spielen und die Entwicklungsstörungen im motorischen, emotionalen und sozialen Bereich zunehmen.

In der Ballschule können sich die Grundschüler spielerisch und unter Anleitung in verschiedenen Ballsportarten ausprobieren, ihre speziellen Talente entdecken und die soziale Einbindung in eine Sportgruppe erleben. Das Projekt wird vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Das Förderzentrum Bobenheim-Roxheim ist einer von bundesweit sieben Stützpunkten der Heidelberger Ballschule und hat Aussichten demnächst zum „Zentrum“ aufzusteigen, um selbst Trainer auszubilden und neue Stützpunkte aufzubauen. (ww)


Quelle:

DIE RHEINPFALZ
Ausgabe 169, 23. Juli 2011

Artikel in der RHEINPFALZ als PDF

Förderzentrum für Jugend und Soziales nun Stützpunkt der Ballschule Heidelberg

Sportspielübergreifende Ballspiele für Kinder zwischen drei und zehn Jahren

Weit über die Grenzen von Bobenheim-Roxheim hinaus findet die Arbeit des Förderzentrums Beachtung. Neben den sportlichen Verbänden, Kindertagesstätten, Schulen und Vereinen, wurde auch die Ballschule Heidelberg in der Universität Heidelberg auf die Arbeit des Förderzentrums  für Jugend und Soziales aufmerksam. Die Bernd-Jung-Stiftung, Förderzentrum für Jugend und Soziales, wird mittlerweile als Stützpunkt Bobenheim-Roxheim der Ballschule Heidelberg geführt.

Zwischenzeitlich wurde zwischen dem Förderverein der Ballschule Heidelberg und der Stiftung eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, mit dem Ziel einer langfristigen Zusammenarbeit beider Partner im Bereich der Anfängerausbildung in sportartübergreifenden Ballspielen von Kindern zwischen drei und zehn Jahren durch die Ballschulgruppen in Bobenheim-Roxheim. Dabei stehen eine vielseitige und sportspielübergreifende Schulung der Kinder, der gegenseitige Informationsaustausch, Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die gegenseitige Hilfestellung bei Organisationsmaßnahmen und Rahmenbedingungen zur Herstellung optimaler Spiel- und Übungsbedingungen im Zentrum des Interesses. Bemerkenswert ist, dass die Teilnahme für alle Mädchen und Jungen kostenlos ist.

Christian Baldauf (rheinland-pfälzischer CDU-Landesvorsitzender), der als Beirat in der Stiftung diese Aktivitäten tatkräftig unterstützt sagte: “Ich bin begeistert davon, wie gut sich die Sache entwickelt, denn das ist mit viel Arbeit verbunden. Gerade dieses Angebot, das auch noch in der Fläche erweitert werden soll, führt dazu, dass im Bereich der Bildung vor allem auch die Wertevermittlung und die persönliche Entwicklung in einer egoistischer gewordenen Gesellschaft gefördert werden soll, was wir in unserem Staat dringend brauchen. Ich werde selbstverständlich weiterhin dieses Projekt nachhaltig fördern”.

Bürgermeister Manfred Gräf, ebenfalls aktives Beiratsmitglied der Stiftung, fördert die Ziele des Projektes, “bei dem es um eine ganzheitliche Ausbildung von Kindern in ihrer geistigen, emotionalen und motorischen Entwicklung geht.”

Inzwischen wird auf den Anlagen des SC Bobenheim-Roxheim nach sportwissenschaftlich und psychologisch fundierten und abgesicherten Ballschul-Lehrplänen in Gruppen gearbeitet. Erfahrung, Wissen und Hilfestellung vermitteln der Ansprechpartner der Uni Heidelberg Prof. Dr. Klaus Roth, aus dessen Feder auch das geeignete Schulungsmaterial stammt. Verantwortlich im Förderzentrum sind als Ballschulleiter Klaus Johannes und für die Organisation Harald Stark.


Quelle:

NIBELUNGEN KURIER Online  
07. Dezember 2010

Kooperation mit Kitas, Schulen und Vereinen

Förderzentrum für Jugend und Soziales der Bernd-Jung-Stiftung

Die Bernd-Jung-Stiftung “Förderzentrum für Jugend und Soziales” Bobenheim-Roxheim hat bereits mit einer Reihe von Kitas, Schulen und Vereinen Kooperationsverträge abgeschlossen. Das Förderzentrum hat sich dabei dem Motto der Sportjugend des Landessportbundes Rheinland-Pfalz “Kindergarten-Kids – Mit Bewegung schlau und fit” angeschlossen. Aber nicht allein die bewegungsorientierte Gesundheitsförderung im Vorschulalter soll der Bewegungsarmut vieler Kinder entgegenwirken. Zu beobachten sind auch die sich verstärkenden sozialen Probleme unverschuldet in Schwierigkeiten geratener Kinder. Während der sportliche Teil vorwiegend auf dem Sportgelände des Sportclubs angeboten wird, waren die Vertreter des Förderzentrums, begleitet von Bürgermeister Manfred Gräf, vor einigen Tagen in die Integrative Kindertagesstätte der Gemeinde Bobenheim-Roxheim gekommen. Der Stiftungsvorsitzende Bernd Jung freute sich, dass Kinder und Erzieherinnen das sportliche Angebot begeistert annehmen. Das Förderzentrum selbst lebt von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Zuwendungen aus der Geschäftswelt sowie privaten Spendern. Auch hat man erkannt, dass finanziell schwächer gestellten Kindern geholfen werden muss. Aus diesem Grund übergab Bernd Jung dem verantwortlichen Kita-Leiter Matthias Dewald eine Spende von 300 Euro. Denn die Erzieher/-innen können am besten beurteilen, welchem der ihnen anvertrauten Kinder bei der Ausstattung mit Sportutensilien geholfen werden muss.

Spendenübergabe von Stiftung Jugendfonds SC Bobenheim-Roxheim an Gemeinde-Kita


Quelle:

NIBELUNGEN KURIER Online 
01. Oktober 2010

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