Bernd-Jung-Stiftung

Förderzentrum für Jugend und Soziales

Babymassage für Kinder im Alter von acht Wochen bis sieben Monaten

Das Förderzentrum für Jugend und Soziales der Bernd-Jung-Stiftung bietet in Kooperation mit der VHS Bobenheim-Roxheim ab 21. November 2018 Kurse zur „Babymassage“ für Kinder im Alter ab acht Wochen bis sieben Monaten an.

Die Kurse werden von der Hebamme Franziska Götz (Stadtklinik Frankenthal) geleitet, die 2008 durch eine zusätzliche Weiterbildung die entsprechende Qualifikation erwarb, um das Kursangebot kompetent zu leiten.

Die Bedeutung der Berührung für die Entwicklung des Kindes ist inzwischen unumstritten. Studien weltweit haben das bewiesen. Spezielle Massagetechniken tragen nachweislich zur Entspannung und zum Wohlbefinden der Babys bei. Der gesunde Schlaf nach einer auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmten Massage ist durch nichts zu ersetzen.

In den Kursen wird in einer kleinen Gruppe das Baby selbst massiert. Dabei wird die indisch-schwedische Babymassage erlernt, die vitalisierende und entspannende Elemente enthält.

Die Kolikmassage hilft bei den typischen Bauch-Wehwehchen der ersten Lebenswochen. Durch die Anwendung verschiedener Öle kann das Wohlbefinden des Babys noch zusätzlich unterstützt werden.

Der Kurs findet immer mittwochs von 10.00 bis 11.00 Uhr, Am Binnendamm 20, auf dem Gelände des SC Bobenheim-Roxheim, statt. Bei entsprechender Nachfrage wird ein zweiter Kurs in der Zeit von 11.15 bis 12.15 Uhr angeboten

Die Teilnahmegebühr pro Kurs mit 5 Unterrichtseinheiten à 1 Stunde beträgt 65 € inkl. 20 € für Babymassageöl und kursunterstützende Unterlagen.

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen nur unter Telefon 06239-939-0 oder 06239-939-1133 möglich.

Weitere Infos unter Leistungsspektrum / Babymassage.

 

Ein Gewinn für alle

Neue Kooperationspartner bei Herbstfest in Zoar-Wohnanlage vorgestellt
Ex-FCK-Profi Axel Roos (Mitte) steuert Musik zum Herbstfest bei.  Foto: ULN

Friesenheim. Nicht nur den Herbst feiern, sondern auch den Startschuss für eine neue Kooperation geben – das war die Intention einer festlichen Sonntagsveranstaltung in der Zoar-Wohnanlage am Ebertpark. Neue Partner sind die Bernd-Jung-Stiftung aus Bobenheim-Roxheim und die Fußballakademie Kaiserslautern. Die Letztgenannten arbeiten schon eine ganze Zeit lang zusammen.

„Die Frage ist: Was können wir miteinander tun und gemeinsam erreichen?“, sagte Harald Stark, Geschäftsführer der Bernd-Jung-Stiftung, eines Förderzentrums für Jugend und Soziales aus Bobenheim-Roxheim auf der Herbstfeier der Zoar Wohnanlage für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Die Arbeit seiner Stiftung beruht auf fünf Säulen: Sport, Ernährung, Bildung, Soziales und Integration. Ihr Angebot reicht von der Babymassage über Ernährungsberatung und Hausaufgabenbetreuung bis hin zu Gewaltprävention, Praktikumsbörse und Behindertensport.Gerade Inklusion sei ein großes Thema – und zwar eins, bei dem Fußballakademie Kaiserslautern von Ex-FCK-Profi Axel Roos schon länger mit der Stiftung zusammenwirke. „Uns ist es wichtig, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam etwas tun“, meinte Roos dazu. „Wir möchten Barrieren und Berührungsängste abbauen. Es soll ein Miteinander entstehen, dabei sind Netzwerke einfach sehr wichtig.“ Roos macht unter anderem Musik mit Menschen, die eine Beeinträchtigung haben und hat mit der Band Carpe Diem Unerhört schon viele Auftritte absolviert.

„Ich könnte mir hier in der Wohnanlage Veranstaltungen zum Thema Ernährung gut vorstellen“, erklärte Stark. Nadja Bier, Bezirksleiterin von Zoar, stimmte ihm sofort zu: „Mir fällt da spontan das Stichwort Diabetes ein.“ Die Bernd-Jung-Stiftung habe ein großes Netzwerk aufgebaut, von dem das evangelische Diakoniewerk Zoar gut profitieren könne. Im Gegenzug könne sie in profitieren nun die Räumlichkeiten von Zoar für ihre Veranstaltungen mit nutzen. „Und wir könnten Begleiter für Unternehmungen der Stiftung stellen“, meinte Nadja Bier weiter.

Das Herbstfest war als Auftaktveranstaltung für die Kooperation gedacht. In den kommenden Wochen soll es in die engere Planung gehen. Dann soll festgelegt werden, wie die Kooperation ausgestaltet und Netzwerkarbeit betrieben werden kann.

Das Evangelische Diakoniewerk Zoar betreut seit September 2015 das Inklusive Wohnangebot für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung in Friesenheim. Das Haus verfügt über 24 Zimmer als stationäres Wohnangebot mit differenzierten Betreuungsmöglichkeiten für behinderte Menschen. Die Cafeteria dient als Begegnungsstätte, denn in der Wohnanlage gibt es auch 17 Ein- und Zweibettzimmer-Appartements Menschen ohne Beeinträchtigung.uln


Quelle – Text : Die Rheinpfalz Marktplatz Regional Ludwigshafen City Nord – Nr. 44, Mittwoch, den 31. Oktober 2018 ; Foto – SchellN

 

Selbstbehauptungskurs ausgebucht

Die Veranstaltung „Selbstbehauptungskurs für Mädchen und Jungen von 6 bis 10 Jahren“ am 9. November 2018 ist bereits ausgebucht. Mit seinem Kooperationspartner, Selbstbewusst-Sicher-Stark (SeSiSta), bietet das Förderzentrum für Jugend und Soziales der Bernd-Jung-Stiftung diesen Kurs am 8. Februar  2019 nochmals an.

Anmeldungen und Infos sind über die Geschäftsstelle der Stiftung (Telefon: 06239 – 99 56 96) oder per E-Mail: gewaltpraevention@bernd-jung-stiftung.de möglich.

 

Selbstbehauptungskurs für Mädchen und Jungen von 6 bis 10 Jahren

Gewalt und der Umgang mit Konflikten sind Themen, die in unserer Gesellschaft einen großen Stellenwert einnehmen.

Darum bietet das Förderzentrum für Jugend und Soziales der Bernd-Jung-Stiftung am 09. November 2018 mit seinem Kooperationspartner, Selbstbewusst-Sicher-Stark (SeSiSta) einen Selbstbehauptungskurs für Mädchen und Jungen von 6 bis 10 Jahren an.

In dem Kurs lernen die Kinder alterstypische Gefahren zu erkennen, sie einzuschätzen und entsprechend zu handeln.

Es geht um Fragen wie z.B.:
            – Wie kann ich mit Angst und Aggression umgehen?
            – Was sind gute, was sind schlechte Geheimnisse?
            – Was ist ein Geschenk?
           – Was muss ich tun, wenn mich jemand auf dem Schulweg anspricht oder locken will?
           – Wo bekomme ich Hilfe?
           – Was kann ich bei Belästigung oder Erpressung in Schulhof oder Freizeit tun?
            – Wie kann ich mich wehren?
           – Was sind gefährliche Situationen, und wie kann ich sie bewältigen?
           – Auf was muss ich achten, wenn ich alleine zu Hause bin?

Kernansatz des Unterrichts ist das Erarbeiten einfacher und konkreter Handlungsmöglichkeiten sowie deren Umsetzung und Einübung in realitätsbezogenen Rollenspielen, so genannten „Reality-Checks“.

In spielerischer Umsetzung erleben die Kinder, dass das Thema Selbstbehauptung und Selbstverteidigung viel Spaß und Mut macht. Sie entdecken ungeahnte Fähigkeiten, gewinnen Selbstbewusstsein und Vertrauen in ihre eigenen Stärken!

Der Kurs beginnt um 15.00 Uhr und endet um 18.15 Uhr. Die Veranstaltung findet in der Rheinschule, Rheinstraße 32, 67240 Bobenheim-Roxheim, statt.

Die Teilnehmergebühr beträgt 22,00 Euro.

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen nur über die Geschäftsstelle der Stiftung (Telefon: 06239-995 696), oder per E-Mail: gewaltpraevention@bernd-jung-stiftung.de. möglich.

Weitere Infos:  www.bernd-jung-stiftung.de unter Leistungsspektrum / Gewaltprävention

 

 

Herbstfest mit Ex-FCK-Profi Axel Roos in der Zoar-Wohnanlage am Ebertpark

Ein buntes Fest in herbstlichen Farben mit viel Musik und kulinarischen LeckereienZoar Ludwigshafen freut sich Axel Roos beim Herbstfest zu begrüßen

Beim Herbstfest der Zoar-Wohnanlage am Ebertpark am Sonntag, 28. 0ktober, 13 bis 18 Uhr, wird in der Schuckertstraße 37 in Ludwighafen neben einem umfangreichen Rahmenprogramm mit viel Musik und kulinarischen Leckereien die neue Kooperation zwischen dem Evangelischen Diakoniewerk Zoar und der Bernd-Jung-Stiftung vorgestellt. Zu Gast ist auch Ex-Fußball-Profi Axel Roos, der mit dem 1. FC Kaiserslautern zweimal deutscher Meister und Pokalsieger wurde.

“Die Bernd-Jung-Stiftung ist für uns ein kompetenter Partner”, so Björn Schmitt, Hausleiter der Zoar-Wohnanlage am Ebertpark. “Im Rahmen der Kooperation geht es um eine gewinnbringende Netzwerkarbeit, von der beide Kooperationspartner profitieren können. Wir planen eine nachhaltige Zusammenarbeit, die stetig wachsen soll.” Die Bernd-Jung-Stiftung hat sich die Aufgabe gestellt, Kinder aller Altersstufen mit den fünf Säulen Sport, Ernährung, Bildung, Soziales und Integration in ihrer Entwicklung zu fördern und zu fordern.

Beim Zoar-Herbstfest unterhalten musikalisch “Focus 37 and friends”, die Sitztanzgruppe “Happy Funny Women” und die Trommelgruppe der Zoar-Wohnanlage in Kaiserslautern. Auch Theaterschminken mit “Ribambella” steht auf dem Programm. Gemeinsam mit Axel Roos am Klavier (ab 14 Uhr) möchten die Aktiven dem Fest eine persönliche Note geben Die kulinarischen Angebote reichen von selbstgebackenem Kuchen über verschiedene Waffelkreationen und Kürbissuppe bis hin zu Steaks und Würstchen. Außerdem werden Produkte aus den Zoar-Werkstätten verkauft, wie zum Beispiel Kerzen und handgeschreinerte Holzarbeiten. Natürlich wird es auch eine Torwand für die Fußballfans geben.

Die “Fußballakademie Kaiserslautern” von Axel Roos ist Partner der Bernd-Jung-Stiftung. Die Akademie für Kinder von 7 bis 11 Jahren findet wöchentlich in Bobenheim-Roxheim statt. Axel Roos engagiert sich zudem seit Jahren sozial im musikalischen Bereich und spielt gemeinsam mit Menschen mit Handicap in der Band “Carpe Diem Unerhört” Piano und Duduk.


Quelle Foto: https://www.axelroos.com/trainerteam/

Gemeindewerke Bobenheim-Roxheim: Sponsor der Bernd-Jung-Stiftung

Hinweis-Tafel feierlich enthüllt

Am 04. Oktober wurde die Partnerschaft zwischen der Bernd-Jung-Stiftung und den Gemeindewerken offiziell besiegelt. Auf dem Bild von links nach rechts: Andrea Iversen (Stellvertretende Kita-Leiterin), Bernd Jung, Birgit Adrian, Dr. Frank Peter, Julian Geib (Vorstand Stiftung).

Die Gemeindewerke sind nicht nur ein zuverlässiger Partner in Sachen Energie. Sie engagieren sich zum Beispiel auch für Sport und soziale Projekte. Ein aktuelles Sponsoring betrifft beide Bereiche: Die Gemeindewerke sind seit diesem Jahr Partner der „Ball- und Bewegungsschule“ der Bernd-Jung-Stiftung und unterstützen dieses großartige Projekt für Kinder finanziell.

Früher verbrachten Kinder viel Zeit „auf der Straße“, in Parks oder auf Bolzplätzen. Das Freizeitverhalten der Kinder hat sich sehr verändert und hier setzt die Ball- und Bewegungsschule der Bernd-Jung-Stiftung an. Zielgruppe sind Mädchen und Jungen im Alter von 4-7 Jahren, die Motivation und Lust haben, sportartübergreifend verschiedene Ballsportarten kennenzulernen und so an den Sport heran geführt werden.

Die Gemeinde stellt die Räumlichkeiten in der integrativen Gemeinde-Kindertagesstätte zur Verfügung. Die offizielle Übergabe der Sponsorentafel in der Kita übernahmen Bernd Jung (Vorstandsvorsitzender der Stiftung), Birgit Adrian (Geschäftsführerin der Gemeindewerke) und Dr. Frank Peter (1. Beigeordneter). Sie alle betonen die Wichtigkeit des Projekts und freuen sich über diese Kooperation.  

 

Selbstbehauptung immer besser als Gewalt

Gewaltpräventionskurs von SeSiSta für die Jugendfeuerwehr Bobenheim-Roxheim initiiert von der Bernd-Jung-Stiftung
v.l.n.r.: Wehrleiter Kai Neiheiser, stellv. Jugendwart Ronny Kienberger, Jürgen Mörixbauer (SeSiSta), Jugendwart Jens Syrbe sowie Harald Stark, Geschäftsführer der Bernd-Jung-Stiftung mit zwei Teilnehmern des Gewaltpräventionskurses

„Gewalt beginnt nicht erst beim Tun, sondern schon viel früher.“ Kursleiter Jürgen Mörixbauer von SeSiSta (Selbstbewusst – Sicher – Stark) sensibilisiert zunächst die 17  Jugendlichen des Feuerwehrnachwuchses von Bobenheim-Roxheim für das Thema Gewalt und setzt ganz klar auf Prävention: prekären Situationen bereits im Vorfeld begegnen und sie möglichst durch Worte, Körpersprache, Gestik und Mimik vermeiden oder entschärfen.

Gerade in der Schule und im Alltag von Jugendlichen kommt es manchmal zu Situationen, in denen die Jugendlichen nicht wissen, wie sie aggressivem Verhalten richtig begegnen können. Jürgen Mörixbauer gibt ihnen einfache Tipps und auch Selbstverteidigungstricks an die Hand, die eifrig im Kurs in Partnerübungen zu zweit geübt werden. „Kraft darf niemals eine Rolle spielen, denn ein Stärkerer sucht sich natürlich einen Schwächeren als Opfer.“ Die Techniken kommen z.T. aus dem Kampfsport und geben den Jugendlichen das nötige Selbstbewusstsein, auch als vermeintlich Unterlegener etwas tun zu können, um sich zu wehren und sei es nur, um Zeit zu gewinnen. Die beste Waffe sei jedoch die eigene Selbstbehauptung: Distanz wahren und gar nicht erst zulassen, dass es zu einem  unerwünschten Körperkontakt wie z.B. schubsen kommt oder weitergeht.

„STOP!“ brüllt ein kleinerer Junge laut seinen Bruder an und dieser ist sichtlich beeindruckt. Dann müssen beide erst mal lachen. Es macht ihnen sichtlich Spaß, das Gelernte auszuprobieren.      

Wehrleiter Kai Neiheiser begrüßt es sehr, dass dieser Kurs für seine Jugendfeuerwehr im Rahmen der Kooperation mit der Bernd-Jung-Stiftung zustande gekommen ist. „Gewalt gegen Rettungskräfte ist leider ein aktuelles Thema. Dieser Kurs soll aber vor allem den Jugendlichen in ihrem privaten Umfeld helfen, mit Situationen, in denen sie mit Gewalt konfrontiert werden, schon im Vorfeld souverän umzugehen.“

 

„Schokologie“ – immer fair bleiben, auch beim Naschen

Die Bernd-Jung-Stiftung mit ihrem integrierten Förderzentrum für Jugend und Soziales bietet am 19. September 2018 mit seinen Kooperationspartnern, der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. und der VHS Bobenheim-Roxheim den interaktiven Kurs „Schokologie“ – immer fair bleiben, auch beim Naschen„ für Kinder zwischen 11 und 13 Jahren. an.

Immer fair bleiben, auch beim Naschen! Wie das funktioniert zeigt der Schokologie-Workshop der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Kindern zwischen 11 und 13 Jahren. An drei Stationen begleiten sie die Kakaobohne von der Pflanze bis zur fertigen Schokolade und müssen dabei so manche Nuss knacken. Beim „Memory-Spiel“ geht es um die Siegel fair gehandelter Produkte. An der Station „Sag an“ erfahren die Kinder, welche Ziele der Faire Handel verfolgt und wie diese erreicht werden. Sie lernen die Kakaoanbauländer kennen und „rühren“ sogar selbst eine leckere Nuss-Kakao-Creme.

Die Veranstaltung findet von 17.00 Uhr bis ca. 18.30 Uhr, auf dem Gelände des SC Bobenheim-Roxheim,  Am Binnendamm 20, 67240 Bobenheim-Roxheim statt. Referentin ist Diplom-Oecotrophologin Claudia Zein-Schuld von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Der Kurs ist für die Teilnehmer kostenlos.

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen nur über die VHS Bobenheim-Roxheim unter 06239-939-0 oder 06239-939-1133 möglich.

 

Helden müssen erraten werden

Bobenheim-Roxheim: Spielerisch stärkt ein neues Projekt an der Rheinschule die Konzentrationsfähigkeit und Teamarbeit der Kinder. Seit diesem Schuljahr bietet die Bernd-Jung-Stiftung dort soziale Gruppenarbeit für Drittklässler an. Und dabei können auch mal die Schuhe getauscht werden. Ein Besuch.  Von Sophie LeitertHüpfen, pfeifen, Schuhe schnappen: Der pädagogische Mitarbeiter Benjamin Grau trifft sich zwei Mal in der Woche mit einer kleinen Gruppe von Drittklässlern und fördert sie spielerisch.                                                                               Foto:Bolte

„Seid ihr dabei bei den Regeln?“, fragt Benjamin Grau die vier Kinder. Die Verhaltensregeln wurden zu Beginn der Stunde wiederholt: nicht reinrufen, sich melden, den Nachbarn nicht ärgern, andere ausreden lassen und sich konzentrieren. Einfach gesagt, aber den Drittklässlern fällt das im Schulalltag noch schwer.Konzentration, Aufmerksamkeit, selbstständiges Erarbeiten einer Lösung und die Arbeit in Gruppen sind Schlüsselqualifikationen im Leben. Bei der sozialen Gruppenarbeit sollen diese Fähigkeiten durch gemeinsame Spiele gefördert werden. Die Kinder werden motiviert und in ihrem Selbstvertrauen gestärkt – doch sie sollen nicht spüren, dass ein pädagogisches Konzept dahintersteht. Auch heute lernen die Kinder in der Gruppe ein neues Spiel, und Benjamin Grau erklärt die Regeln locker vor dem Tisch der Kinder knieend: Alle sollen einen Schuh ausziehen und auf einem Bein hüpfen. Sobald Grau aufhört zu pfeifen, sollen sich alle einen fremden Schuh schnappen. Aber für Lena* bleibt nur ihr eigener Schuh. „Wie löst ihr das jetzt?“, fragt Grau. Die Kinder brauchen wenige Minuten. Dann suchen sie denjenigen, dem der Schuh gehört, und flüstern ihm ihre Lieblingsfarbe ins Ohr, in der zweiten Runde das Lieblingsessen. Beides müssen sie sich bis zum Schluss merken.

Benjamin Grau ist Pädagoge bei der Bernd-Jung-Stiftung, und hat die Drittklässler, die förderbedürftig sind, zum Beginn des Schuljahres kennengelernt. Ziel ist es, den Schülern den Übergang zur weiterführenden Schule zu erleichtern. Das Konzept hat die Stiftung erarbeitet und kann es dank einer Spende der BASF nun in der Rheinschule seit diesem Jahr anbieten – die Summe wird jedoch nicht genannt. Schulleiter Andreas Mock war sofort von dem Projekt begeistert und möchte eng mit der Stiftung zusammenarbeiten. Obwohl Benjamin Grau kein Teil des Lehrerkollegiums an der Schule ist, tauscht er sich regelmäßig mit ihnen aus. Er kann auf die Kinder anders zugehen, hat Schulleiter Mock beobachtet. „Jemand der keine Noten vergibt, hat einen anderen Zugang zu den Kindern.“

Optimal wäre es, wenn die Stiftung schon im Kindergarten verhaltensauffällige Kinder pädagogisch betreuen und über die Grundschule bis in die weiterführende Schule begleiten kann, sagt Harald Stark, Geschäftsführer der Stiftung. Dann könnten sie sich an eine Vertrauensperson gewöhnen und eine langjährige persönliche Beziehung aufbauen. „Bobenheim-Roxheim hat die perfekten Voraussetzungen dafür“, erklärt Wolfgang Kaufmann, ehrenamtlicher Begleiter der Stiftung in pädagogischen Fragen. „Bei den Kleinen kann man noch am meisten bewirken. Nach der sechsten Klasse kann man meistens nur noch Schönheitskorrekturen machen“, weiß Kaufmann durch seine langjährigen Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen beim Zentrum für Arbeit und Bildung in Frankenthal.

Gleich heißt es Mädchen gegen Jungs. Beim nächsten Spiel „Galgenmännchen“ sind Teamarbeit und Aufmerksamkeit gefragt. Das Spiel funktioniert so: Grau denkt sich ein Wort aus, und zeichnet so viele Unterstriche an die Tafel, wie das Wort Buchstaben hat. Lena* und Helen* sowie Milan* und Arian* bilden ein Team. Im Team sollen sie die Buchstaben erraten, die in dem Wort vorkommen könnten. Ziel ist es, keinen Buchstaben doppelt zu nennen und sich mit dem Partner auf einen Buchstaben zu einigen. „Ihr seid ein Team, ich möchte, dass ihr euch besprecht“, ermutigt der Pädagoge die Schüler. Doch erst sprechen sich die Kinder nicht richtig ab, und als Arian einfach einen Buchstaben sagt, der nicht im gesuchten Wort vorkommt, protestiert Milan, der gerne einen anderen Buchstaben genannt hätte. „Das muss ich jetzt trotzdem werten“, sagt Grau und macht ein Kreuz für die Jungs an der Tafel für den falschen Buchstaben. Ab jetzt klappt es mit dem C. Die Kinder sind fixiert darauf, die Lösung gemeinsam zu erarbeiten. Die Situation nutzt Grau, um die Kinder zu loben. „Ihr redet leise, kippelt nicht mit dem Stuhl, hört einander zu und quatscht nicht rein – ihr seid super!“ Schließlich lösen die Kinder das gesuchte Wort „HELDEN“.

*Die Namen der Kinder wurden von der Redaktion geändert.


Quelle: Bild und Text – Die Rheinpfalz Frankenthaler Zeitung – Nr. 204, Montag, den 3. September 2018

Sponsor: