Förderzentrum für Jugend und Soziales

Fußball

Angebote über das Spiel hinaus

Fussball: Bernd-Jung-Stiftung kooperiert mit der Fußballakademie von Axel Roos

Die von Axel Roos gegründete Fußballakademie Kaiserslautern ist eine Kooperation mit der Bernd-Jung-Stiftung eingegangen. Die Stiftung, die ihren Sitz in Bobenheim-Roxheim hat und die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder und Jugendliche mit Sport, Bildung, Ernährungsthemen und sozialen Angeboten in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu fördern, will nun auch in Kaiserslautern präsent sein.

„Kinder und Jugendliche sind unsere Zielgruppe“, sagte der Geschäftsführer der Stiftung, Harald Stark, in einem Gespräch mit der RHEINPFALZ und erklärte, dass die Stiftung bereits seit dem Jahre 1999 bestehe und seit 2014 den Namen Bernd Jung trage, der sie durch sein Engagement ins Leben gerufen habe. Sport, Ernährung, Bildung und Soziales seien die vier ursprünglichen Schwerpunkte im Angebot der Stiftung, zu denen nun auch die Integration hinzu gekommen sei. Damit gehören zu den Projekten der Bernd-Jung-Stiftung auch solche, in denen Flüchtlingskinder gefördert werden.Die Stiftung arbeite mit Schulen und Kindergärten zusammen und „bewege zurzeit rund 1000 Kinder“, so der Geschäftsführer. Mittelpunkt ist dabei das Förderzentrum in Bobenheim-Roxheim. Dort werden unter anderem Erste-Hilfe-Kurse, Kinderschach und in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Gewaltprävention altersgerechte Gewaltpräventionskurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten. Zudem gehört auch noch ein Sportprogramm für Menschen mit und ohne Handicap zum Programm. Großer Beliebtheit erfreut sich eine nach dem Konzept des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg entwickelte Ballschule.

Zu den ersten Kontakten zwischen Stiftung und Fußballakademie kam es im September des vergangenen Jahres. Da veranstaltete Axel Roos, der ehemalige Fußballprofi des 1. FC Kaiserslautern, ein Fußballcamp in Bobenheim-Roxheim. Es kam zu Gesprächen, und es wurde ein Kooperationsvertrag unterschrieben. Wie Axel Roos berichtete, veranstalte er jeden Montagnachmittag in Bobenheim-Roxheim ein Fußballtraining für Jugendliche. „Wir stehen erst am Anfang“, sagte Roos und wies darauf hin, dass bereits in diesem Jahr die Bernd-Jung-Stiftung und die Fußballakademie zwei Kurse in Kaiserslautern anbieten. Und zwar am 26. Oktober einen Selbstsicherheitskurs für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Die Veranstaltung findet im Nebenraum der Gaststätte Abseits (Kniebrech 11) statt. Die Teilnahme kostet 15 Euro. An gleicher Stelle steigt dann am 2. November eine Aktion für Vorschulkinder und ihre Eltern, die unter dem Motto „Fühlen wie’s schmeckt“ steht.

INFO

Die Anmeldung zu den Kursen ist telefonisch unter der Nummer 06239/995696 oder den Mailadressen gewaltpraevention@bernd-jung-stiftung.de oder ernaehrungsberatung@bernd-jung-stiftung.de  möglich.pkn


Text und Quelle: Die Rheinpfalz – Pfälzische Volkszeitung – Nr. 238, Mittwoch, den 12. Oktober 2016

„Wann bekomme ich einen Pass?“

Bobenheim-Roxheim: Staatsministerin Maria Böhmer im Austausch mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Von Waltraud Werdelis

Das ehrenamtliche Engagement für die Integration von Flüchtlingen in Bobenheim-Roxheim ist vielfältig. Was manche vielleicht nicht wissen: Neben den Asylbewerbern im Wohnheim im Pfalzring gibt es auch Minderjährige, die allein aus ihrer Heimat geflüchtet sind und für die nicht die Gemeinde, sondern das Jugendamt des Rhein-Pfalz-Kreises zuständig ist. Diese Jugendlichen standen am Freitag im Mittelpunkt des Ortstermins von Staatsministerin Maria Böhmer (CDU).

Das Zentrum für Arbeit und Bildung (ZAB) betreut mehrere Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Frankenthal und Umgebung. Was dort geschieht, ist einfach erklärt: alles, was normalerweise in Familien passiert. Zur Schule oder ins Praktikum gehen, einkaufen, gemeinsam kochen und essen, reden, Ausflüge machen, fernsehen. Das scheint alles ziemlich gut zu funktionieren. Die 17 Jugendlichen, die in den Räumen der Bernd-Jung-Stiftung am Binnendamm in großer Runde mit ihren Helfern und ein paar Politikern sitzen, wirken zumindest sehr motiviert und ausgeglichen.Ob sie in der Heimat rechnen gelernt haben, will die Bundestagsabgeordnete und Mathematiklehrerin Böhmer wissen. Denn selbst wenn die jungen Männer schon ganz gut Deutsch können: Ohne Mathe werden sie ihre Berufswünsche wie Elektriker oder Automechaniker nicht erfüllen können. Altbürgermeister Manfred Gräf (CDU), dessen Stiftung für alltagstaugliche Zusatzstunden im Fach Deutsch sorgt, nickt. Bei allem Lob für den Lernwillen der Migranten muss er doch erschrocken sagen, dass Rechnen in den Schulen der Herkunftsländer offenbar keine große Rolle gespielt hat. Deshalb verknüpfen er, die junge Karolin Lemster und der pensionierte Berufsschullehrer Hans-Joachim Fetz jede Woche ihre Deutschstunden mit Rechenübungen, vorzugsweise zum Thema Einkaufen.

Die freundlichen Jungs aus Afghanistan, Syrien und Somalia kommen freiwillig zu ihnen, bevor sie jeden Dienstag auf dem Gelände des Sportclubs Fußball spielen. Diesen Part der Integrationshilfe übernimmt die Bernd-Jung-Stiftung, indem sie für kompetente Trainer sorgt. Denn in den laufenden Betrieb eines Fußballvereins können die Jugendlichen ohne genügend Ballgeschicklichkeit nicht einfach so einsteigen. Vierter im Bunde ist neben dem ZAB die Volkshochschule, die demnächst auch Workshops für die jungen Leute anbieten will, zum Beispiel zum Thema Handyvertrag.

Maria Böhmer ist am Freitag auf ihrer Tour durch den Wahlkreis auch deshalb nach Bobenheim-Roxheim gekommen, weil sie von den minderjährigen Flüchtlingen hören will, was die Politik bei der Integration noch verbessern kann. Die 17 Jungs wissen nicht so recht, was sie antworten sollen. Etliche strecken auf die Frage, ob sie deutsche Freunde haben, den Finger. Streit zwischen den muslimisch durchaus unterschiedlich geprägten Jugendlichen scheint es auch nicht zu geben, wie Manfred Gräf bestätigt. Als Böhmer nach „dem Interview“ fragt, dem entscheidenden Termin für das Verfahren zur Anerkennung des Flüchtlingsstatus, wirken die meisten bedrückt. Ein syrischer Junge, der in der Mitte der zehnten Klassenstufe in die Realschule plus eingestiegen ist, nimmt den Faden auf und fragt die Staatsministerin, was ihm seine Betreuer vom ZAB nicht sagen können: „Ich habe seit acht Monaten nur eine Duldung, wann bekomme ich einen Pass?“ Leider weiß Böhmer darauf auch keine Antwort, sondern nur, „dass die Anerkennungsverfahren einfach zu lange dauern, weil das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu wenig Personal hat“. Böhmer entschuldigt sich dafür.

Im Versammlungsraum am Binnendamm ist es mittlerweile sehr stickig geworden. Zeit zum Fußballspielen an der frischen Luft.
                                                                                                                                            

Text und Quelle: Die Rheinpfalz – Frankenthaler Zeitung – Nr. 195, Montag, den 22. August 2016

Förderzentrum feiert seinen Erfolg

BOBENHEIM-ROXHEIM: Bernd-Jung-Stiftung lädt für Sonntag zum Familientag ein – Großes Mitmachprogramm und Shows

Das Förderzentrum für Jugend und Soziales in Bobenheim-Roxheim der Bernd-Jung-Stiftung feiert am Sonntag, 1. Juni, sein fünfjähriges Bestehen mit einem umfangreichen Programm für Groß und Klein.

Wer einen abwechslungsreichen Familientag an der Kunstrasenanlage des SC Bobenheim-Roxheim am Binnendamm verbringen möchte, ist am Sonntag bei der Bernd-Jung-Stiftung richtig. Von 10 bis etwa 18 Uhr wechseln sich sportliche und kulturelle Darbietungen, Informationen und Mitmachangebote ab. Die SC-Nachwuchsmannschaften spielen Handball und Fußball, die Ballschule demonstriert ihr Fußball-Fördertraining, und die Jazztanzgruppen zeigen ihr Können. Interessante Vorführungen steuern auch die örtliche Feuerwehr, der Bundesverband Gewaltprävention Selbstbewusst & Stark, die Große Garde des Bobenheimer Carnevalvereins und der Behindertensportverein Frankenthal bei. Die Ernährungsberatung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und der Arbeiter-Samariter-Bund Frankenthal sind ebenfalls vertreten. Außerdem werden ein Kinderschminken und ein Gewinnspiel angeboten. Höhepunkt des Programms ist ein Konzert des aus der sechsten Staffel „Deutschland sucht den Superstar“ und anderen Fernsehsendungen bekannten Sängers Benny Kieckhäben. Der 24 Jahre alte Wormser gibt im Anschluss an seinen Auftritt Autogramme. Durch das Programm des Tages führt der Radiomoderator Boris Müller. Er war lange für den Privatsender RPR tätig , hat Festivals und Konzerte moderiert und bei PopStop seine neue Radioheimat gefunden. Für die Bewirtung sorgen die SC-Gaststätte und die Mitarbeiter der Bernd-Jung-Stiftung.

Die Stiftung wurde 2009 gegründet und hatte zunächst einen rein sportlichen Schwerpunkt mit Lehrmethoden der Ballschule an der Universität Heidelberg (wir berichteten). Ziel war und ist es, Kindern und Jugendlichen ein Ballgefühl zu vermitteln und sie in ihrer Koordination zu fördern. In den vergangenen beiden Jahren hat die Stiftung vermehrt ihr Augenmerk auf die sozialen Aspekte im Leben der Jugendlichen gelegt. Dazu wurden Kooperationspartner aus Vereinen und Beratungsstellen gesucht. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hat kürzlich die Schirmherrschaft über das Förderzentrum übernommen.

Besonders am Herzen liegt der Bernd-Jung-Stiftung die jüngste Kooperation mit der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands ältester Stammzellenspenderdatei mit Sitz in Birkenfeld. Seit 1986 bietet die gemeinnützige Stefan-Morsch-Stiftung Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke an. Dazu gehört es, Menschen dazu zu bewegen, sich als Stammzellenspender zur Verfügung zu stellen. Deshalb wirbt die Stiftung dafür, sich als Spender registrieren zu lassen. Eine Gelegenheit besteht dazu am Sonntag bei einer Typisierungsaktion im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung. Die Stefan-Morsch-Stiftung wird laut Veranstalter mit einem englischen Oldtimer-Doppeldeckerbus anreisen. In ihm können sich Besucher im Alter zwischen von 18 bis 40 Jahren typisieren lassen. (rhp/ww)

Info: Jubiläumsveranstaltung „Fünf Jahre Förderzentrum für Jugend und Soziales“ am Sonntag, 1. Juni, ab 10 Uhr beim Sportclub Bobenheim-Roxheim, Am Binnendamm 20. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Weitere Infos: www.bernd-jung-stifung.de.  – Am Sonntag wird anlässlich des Festes der Verkehr vom Kreisel über den Kleinerweg umgeleitet, der Binnendamm wird zur Einbahnstraße erklärt. Parkmöglichkeiten werden ausgeschildert, Ortskundige sollten auf das Auto verzichten.


Quelle: Die Rheinpfalz – Frankenthaler Zeitung Ausgabe 124, 30. Mai 2014

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