Förderzentrum für Jugend und Soziales

Startschuss

Ein Gewinn für alle

Neue Kooperationspartner bei Herbstfest in Zoar-Wohnanlage vorgestellt
Ex-FCK-Profi Axel Roos (Mitte) steuert Musik zum Herbstfest bei.  Foto: ULN

Friesenheim. Nicht nur den Herbst feiern, sondern auch den Startschuss für eine neue Kooperation geben – das war die Intention einer festlichen Sonntagsveranstaltung in der Zoar-Wohnanlage am Ebertpark. Neue Partner sind die Bernd-Jung-Stiftung aus Bobenheim-Roxheim und die Fußballakademie Kaiserslautern. Die Letztgenannten arbeiten schon eine ganze Zeit lang zusammen.

„Die Frage ist: Was können wir miteinander tun und gemeinsam erreichen?“, sagte Harald Stark, Geschäftsführer der Bernd-Jung-Stiftung, eines Förderzentrums für Jugend und Soziales aus Bobenheim-Roxheim auf der Herbstfeier der Zoar Wohnanlage für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Die Arbeit seiner Stiftung beruht auf fünf Säulen: Sport, Ernährung, Bildung, Soziales und Integration. Ihr Angebot reicht von der Babymassage über Ernährungsberatung und Hausaufgabenbetreuung bis hin zu Gewaltprävention, Praktikumsbörse und Behindertensport.Gerade Inklusion sei ein großes Thema – und zwar eins, bei dem Fußballakademie Kaiserslautern von Ex-FCK-Profi Axel Roos schon länger mit der Stiftung zusammenwirke. „Uns ist es wichtig, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam etwas tun“, meinte Roos dazu. „Wir möchten Barrieren und Berührungsängste abbauen. Es soll ein Miteinander entstehen, dabei sind Netzwerke einfach sehr wichtig.“ Roos macht unter anderem Musik mit Menschen, die eine Beeinträchtigung haben und hat mit der Band Carpe Diem Unerhört schon viele Auftritte absolviert.

„Ich könnte mir hier in der Wohnanlage Veranstaltungen zum Thema Ernährung gut vorstellen“, erklärte Stark. Nadja Bier, Bezirksleiterin von Zoar, stimmte ihm sofort zu: „Mir fällt da spontan das Stichwort Diabetes ein.“ Die Bernd-Jung-Stiftung habe ein großes Netzwerk aufgebaut, von dem das evangelische Diakoniewerk Zoar gut profitieren könne. Im Gegenzug könne sie in profitieren nun die Räumlichkeiten von Zoar für ihre Veranstaltungen mit nutzen. „Und wir könnten Begleiter für Unternehmungen der Stiftung stellen“, meinte Nadja Bier weiter.

Das Herbstfest war als Auftaktveranstaltung für die Kooperation gedacht. In den kommenden Wochen soll es in die engere Planung gehen. Dann soll festgelegt werden, wie die Kooperation ausgestaltet und Netzwerkarbeit betrieben werden kann.

Das Evangelische Diakoniewerk Zoar betreut seit September 2015 das Inklusive Wohnangebot für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung in Friesenheim. Das Haus verfügt über 24 Zimmer als stationäres Wohnangebot mit differenzierten Betreuungsmöglichkeiten für behinderte Menschen. Die Cafeteria dient als Begegnungsstätte, denn in der Wohnanlage gibt es auch 17 Ein- und Zweibettzimmer-Appartements Menschen ohne Beeinträchtigung.uln


Quelle – Text : Die Rheinpfalz Marktplatz Regional Ludwigshafen City Nord – Nr. 44, Mittwoch, den 31. Oktober 2018 ; Foto – SchellN

 

Spätstarter will mit Fördertraining Lust wecken

HINTERGRUND: Ex-FCK-Profi Axel Roos kooperiert mit seiner Fußballschule mit der Bernd-Jung-Stiftung

Von Sara Brunn

Bobenheim-Roxheim. Die Bernd-Jung-Stiftung (BJS) aus Bobenheim-Roxheim hat einen neuen Kooperationspartner: die Axel Roos Fußballschule. Der ehemalige FCK-Profi bietet ab 12. September auf dem Platz des SC Bobenheim-Roxheim ein Fördertraining an, die BJS bringt im Gegenzug ihr Kursangebot nach Kaiserslautern.

Zweimal deutscher Meister mit dem 1. FC Kaiserslautern, zweimal DFB-Pokalsieger: Axel Roos hat in seiner Karriere „viel erlebt“. Danach zog es ihn an der Seite von Hans-Peter Briegel als Co-Trainer nach Albanien und Bahrain. „Viel Armut, viel Reichtum“ hat er dort gesehen, verriet er bei der Pressekonferenz in Bobenheim-Roxheim. Das habe ihn geprägt. Seit 2007 gibt er mit seiner Fußballschule die eigenen Erfahrungen an Kinder weiter.„Der Fußballprofi Axel Roos ist mir als positive Erscheinung aufgefallen. Mir hat imponiert, dass er nach seiner aktiven Karriere viele Kinder fördert“, erklärte Stiftungsvorsitzender Bernd Jung, wieso er gemeinsam mit Geschäftsführer Harald Stark bei dem früheren Profi angeklopft habe. Sie seien davon überzeugt, dass mit seinem Wissen und dem individuellen Fördertraining ab jetzt auch die Kinder aus der Region profitieren könnten.

„Ich habe gar nicht lange gezögert und war schnell überzeugt, dass da eine gute Kooperation entstehen kann“, sagte Roos. Am Montag, 12. September startet zum ersten Mal das danach wöchentlich stattfindende Fördertraining auf dem Sportplatz des SC Bobenheim-Roxheim. Die 7- bis 10-Jährigen spielen von 15.30 bis 17 Uhr, die 11- bis 13-Jährigen im Anschluss (17 bis 18.30 Uhr). Für Roos macht es keinen Unterschied, ob die teilnehmenden Kinder bereits im Verbandstraining aktiv seien oder rein zum Spaß die Schuhe schnüren. „Ich selbst kam auch erst in der B-Jugend zum FCK. Der Verbandstrainer wollte mich gar nicht, ich war ihm zu schmächtig“, erzählte Roos davon, dass es auch bei ihm erst im zweiten Anlauf klappte. Am Ende machte er 386 Spiele im Dress der Roten Teufel.

Die Zusammenarbeit beruhe auf Gegenseitigkeit: In Bobenheim-Roxheim gibt es Fußballtraining „und die BJS wird Axel Roos in seinem sozialen Engagement unterstützen“, sagte Jung. Konkret bedeutet das: Zukünftig organisiert die Stiftung auch in Kaiserslautern beispielsweise Ernährungsberatungs-, Gewaltpräventions- und Erste-Hilfe-Kurse. Nach den Sommerferien falle der Startschuss, sagte Stark.

Die BJS hat sich seit ihrer Gründung 2009 der Jugendförderung verschrieben. Die Säulen Sport, Schule, Beruf und soziales Lernen sollen die Kinder fit machen für das Leben, aber auch für die sportliche, die fußballerische Karriere. Schon die Kleinsten können sich in einer Ballschule ausprobieren. Das Fußballtraining ergänzt das Angebot. 

                                                                                                                                       

Text un Quelle: Die Rheinpfalz – Frankenthaler Zeitung – Nr. 155, Mittwoch, den 6. Juli 2016

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