Förderzentrum für Jugend und Soziales

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Kurs „Clever Essen und Trinken“

Die Bernd-Jung-Stiftung mit ihrem integrierten Förderzentrum für Jugend und Soziales bietet am 13. März 2019 mit seinen Kooperationspartnern, der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. und der VHS Bobenheim-Roxheim den Kurs „Clever Essen und Trinken“ für Kinder von 8 bis 12 Jahren an.

An vier Mitmachstationen wird verraten, wie es geht. Bei der Station „Clever Essen und Trinken“ wird gecheckt, ob der Körper wirklich alles bekommt, was er braucht.

Die Station „Dem Zucker auf der Spur” spürt Zucker in Müsli, Getränken und Co auf.

Der perfekte Durstlöscher wird an der Station „Geschmackstester“ gemixt.

Wie viel Eiweiß in unseren Lebensmitteln steckt, zeigt die vierte Station „Protein-Bar“.

Die Veranstaltung findet von 17.30 bis 19.00 Uhr in den Räumen der VHS, in der Realschule plus, Grünstadter Str. 6 in 67240 Bobenheim-Roxheim statt.

Referentin ist Diplom-Oecotrophologin Claudia Zein-Schuld von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Der Kurs ist für die Teilnehmer kostenlos

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen nur über die VHS Bobenheim-Roxheim unter 06239-939-0 oder 06239-939-1111 möglich.

 

„Schokologie“ – immer fair bleiben, auch beim Naschen

Die Bernd-Jung-Stiftung mit ihrem integrierten Förderzentrum für Jugend und Soziales bietet am 19. September 2018 mit seinen Kooperationspartnern, der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. und der VHS Bobenheim-Roxheim den interaktiven Kurs „Schokologie“ – immer fair bleiben, auch beim Naschen„ für Kinder zwischen 11 und 13 Jahren. an.

Immer fair bleiben, auch beim Naschen! Wie das funktioniert zeigt der Schokologie-Workshop der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Kindern zwischen 11 und 13 Jahren. An drei Stationen begleiten sie die Kakaobohne von der Pflanze bis zur fertigen Schokolade und müssen dabei so manche Nuss knacken. Beim „Memory-Spiel“ geht es um die Siegel fair gehandelter Produkte. An der Station „Sag an“ erfahren die Kinder, welche Ziele der Faire Handel verfolgt und wie diese erreicht werden. Sie lernen die Kakaoanbauländer kennen und „rühren“ sogar selbst eine leckere Nuss-Kakao-Creme.

Die Veranstaltung findet von 17.00 Uhr bis ca. 18.30 Uhr, auf dem Gelände des SC Bobenheim-Roxheim,  Am Binnendamm 20, 67240 Bobenheim-Roxheim statt. Referentin ist Diplom-Oecotrophologin Claudia Zein-Schuld von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Der Kurs ist für die Teilnehmer kostenlos.

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen nur über die VHS Bobenheim-Roxheim unter 06239-939-0 oder 06239-939-1133 möglich.

 

Clever essen und trinken in der Rappelkiste

Bernd-Jung-Stiftung und Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz vermitteln gesunde Ernährung

von Jens Vollmer: Die Bernd-Jung-Stiftung, Kooperationspartner der Axel-Roos-Fußballschule, veranstaltete in Kaiserslautern in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. in der städtischen Spiel- und Lernstube „Rappelkiste“ einen Workshop „Clever essen und trinken“ und einen Praxisteil „Kochen mit Kindern“ für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren.

Diplom-Oecotrophologin Claudia Zein-Schuld von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz erläuterte den interessierten Kindern die Ernährungspyramide. Im Anschluss sortierte jedes Kind seine Mahlzeiten des Vortages in diese Pyramide ein und machte sich Gedanken über die Verteilung seiner Mahlzeitbestandteile in der Pyramide.

Auch dem Zucker waren die Kinder auf der Spur. Mittels der Nährstofftabelle auf den Produktpackungen und mittels echter Würfelzucker wurde anschaulich gemacht, wie viel Zucker in jedem Lebensmittel versteckt ist.

Mit einer Flockenquetsche wurden sogar eigene Haferflocken hergestellt. „Die Kinder waren die ganze Zeit mit Begeisterung dabei“, attestiert Zein-Schuld dem Nachwuchs ein großes Interesse an der Materie. Weiter ging’s mit Getränken. Hier wurden sinnvolle Durstlöscher erarbeitet, Säfte mit verschiedenen Geschmacksrichtungen vorgestellt und die Süße der einzelnen Getränke getestet. Zum Abschluss mixte jedes Kind seinen eigenen Durstlöscher. Erkenntnis: Fertige Mixgetränke mit verstecktem Zuckeranteil sind unnötig.

„Wir sind froh, dass diese Zusammenarbeit zustande gekommen ist. So können wir abstimmen, was noch besser gemacht werden kann. Es wäre interessant, dieses Angebot auf weitere Kitas auszudehnen“, betont Willi Gillmann, Leiter des Referates Jugend und Sport.

„Das Projekt ist bei den Kindern sehr gut angekommen und ergänzt unser Angebot. Dass die Übungsleiter von außen hinzukommen, macht es für alle Beteiligten zusätzlich noch einmal zu etwas Besonderem“, bestätigt Werner Butz, Leiter der Einrichtung und hofft auf weitere Zusammenarbeit.

„Mir macht dieses Projekt sehr viel Spaß. In meiner Fußballschule habe ich viel mit Kindern zu tun, aber die jüngeren im Kindergartenalter hier bringen mir neue Erfahrungswerte“, freut sich auch der ehemalige FCK-Profi Axel Roos über die Zusammenarbeit. jv
                                                                                                                                                
Quelle: Wochenblatt Kaiserslautern Süd , 01. Februar 2018 http://www.suewe.de
Text: Jens Vollmer,  http://www.jv-entertainment.de/jv-presseservice/

Klimaschutz schmeckt! – Eine etwas andere Info-Veranstaltung

Gibt es einen Zusammenhang zwischen bewusster Ernährung und dem Klimaschutz?
Dieses und andere Themen standen im Mittelpunkt eines dreistündigen Workshops, den die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Bernd-Jung-Stiftung, an der Realschule plus in Bobenheim-Roxheim durchführte. 

An mehreren Stationen konnten die Schüler das Themenfeld bewusste Ernährung spielerisch und handlungsorientiert näher erkunden.

Woher kommen eigentlich die Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen? Enthält Rotkraut im Glas eigentlich viel Zucker? Wie viele Kalorien benötigen Menschen in verschiedenen Situationen? 

Antworten auf diese Fragen, konnten die Schüler der 9.Klasse an verschiedenen Stationen selbst herausfinden.

Ein besonderer Höhepunkt war die Herstellung von Nuss-Nougat-Creme. Sie wurde von den Schülern selbst aus biologisch angebauten Rohstoffen zubereitet. Ohne zusätzlichen Zucker und garantiert ohne E-Stoffe sowie Geschmacksverstärker, konnte man schnell „erschmecken“, dass mit diesem Produkt der Marktführer nicht mithalten kann.

 

Fragen stellen und Leistungen vergleichen

Projekt Schüler auf Banktour: Die ersten Schritte zum eigenen Konto / Finanzkompetenz junger Menschen fördern

VON STEFFEN HEUMANN Bereits ab 7 Jahren besteht die Möglichkeit ein Kinderkonto, Jugend- oder Taschengeldkonto zu eröffnen. Konkret wird der Wunsch nach einer eigenen Bankverbindung eher bei Schülern oder Auszubildenden. Auf der Suche nach dem besten Produkt ist es mitunter schwer, zwischen den Leistungen der Banken und dem individuellen Bedarf abzuwägen. Mehrere Gruppen der Realschule plus in Bobenheim-Roxheim machten den Praxistest. Auf Initiative des Bundesministeriums für Verbraucherschutz in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und der Bernd-Jung-Stiftung starteten die 9. und 10. Klässler ihre Mission.

Umworbener Kunde von morgen

Mit einem Rucksack voller Fragen ausgestattet, startete die Banktour. Einen Rucksack voller Antworten gab es bei der Präsentation der Ergebnisse am Mittwoch. Neben den Kriterien für ein Girokonto, standen auch die Kosten für die Kontoführung sowie der Service im Fokus, den die Banken den Jugendlichen als begehrte Zielgruppe bieten. „Wir würden dort ein Konto eröffnen”, lautet das Fazit der Schüler, die sich bei der R+V Bank, Sparkasse, Deutsche Bank, Commerzbank und Sparda Bank insgesamt gut beraten und umfassend informiert fühlten.

Gratis-MusikApp als „Leckerli”

Punkten konnten die Anbieter mit speziell auf die Altersgruppe zugeschnittenen Angeboten. Als wichtig erachtet wurde eine kostenlose Kontoführung, die Anzahl verfügbarer Geldautomaten, die Aussicht auf einen Willkommensbonus sowie Akzeptanzstellen, bei denen Einkäufe oder Dienstleistungen rabattiert werden. Eine Giro-Karte wie ein elektronisches Portemonnaie nutzen zu können und am Online- und Mobile-Banking der neuesten Generation teilzunehmen, fand ebenfalls Gehör. Auf ein positives Echo stieß das Angebot einer Gratis-MusikApp.

Kleinigkeiten erzielen Wirkung

In die Bewertung floss ebenfalls die verständliche Beantwortung von Fragen, der Umfang der Informationen, die Begrüßung und die Freundlichkeit des Gegenübers ein. Ob Getränke, Kekse oder Gummibärchen, beeindrucken konnten die Geldinstitute zudem mit kleinen Aufmerksamkeiten. „Unterschiedliche Banken, unterschiedliche Angebote”, fasste Jens Leithmann als betreuender Lehrer in den Fächern Wirtschaft und Verwaltung die Präsentation zusammen. Im Sinne der Nachhaltigkeit hofft der Pädagoge, dass die Banktour Grundkenntnisse im Umgang mit finanziellen Angelegenheiten vermitteln konnte und einen Beitrag leistet, die richtige Entscheidung bei der Kontowahl zu treffen.

Ulrike Meyer-Strötges von der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Ludwigshafen weiß um die Notwendigkeit, nicht zuletzt in Finanzfragen relevante Informationen einzuholen und Angebote gründlich zu vergleichen. „Das erste Konto muss keine Wahl für immer sein. Es gibt Optionen”, wünscht sich Ulrike Meyer-Strötges dass die Jugendlichen immer mit offenen Augen und durchaus kritisch durchs Leben gehen.

                                                                                                                                        
 Quelle: Nibelungenkurier Worms, Mittwoch, den 23. November 2016

 

 

 

Mit den PowerKauer auf Gemüsejagt

Rothaariger Junge jongliert mit Gemse und Obst, Blick frontalDas Förderzentrum für Jugend und Soziales bietet am 16. November 2016 mit seinen Kooperationspartnern, der VHS Bobenheim-Roxheim und der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. den Kurs „Mit den PowerKauer auf Gemüsejagt „ ein Spiel rund um die Jahreszeiten für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 13 Jahren.

Wie lange ist eine Kiwi aus Neuseeland unterwegs, bis sie bei uns im Supermarkt liegt?

In welchen Ländern wachsen eigentlich Avocados?  Wann werden Kartoffeln geerntet?

Die »PowerKauer« sind vier clevere Freunde, die sich durch die Jahreszeiten würfeln. Dabei stoßen sie auf viele Fragen zu heimischen und exotischen Obst und Gemüsearten, die es zu beantworten gilt. Für Spaß und Spannung ist gesorgt, denn Aktionskarten fordern die jungen Spieler zu sportlichen und künstlerischen Fähigkeiten auf.

Die Veranstaltung für Kinder und Jugendliche findet von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr, Am Binnendamm 20, 67240 Bobenheim-Roxheim statt. Referentin ist Diplom-Oecotrophologin Claudia Zein-Schuld von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Die Teilnahme ist kostenlos

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen nur über die VHS Bobenheim-Roxheim, Tel. 06239-939-0 oder 06239-939-1133 möglich.

„Mehr Ernährungskompetenzen im Sport“

Sport und ErnährungDas Förderzentrum für Jugend und Soziales der Bernd-Jung Stiftung bietet mit seinen Kooperationspartnern, der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und der VHS Bobenheim-Roxheim am Mittwoch, dem 4. November 2015, von 18.00 bis 21.00 Uhr ein Weiterbildungsangebot für Trainer und Übungsleiter an, aber auch interessierte Sportler sind herzlich willkommen.

Wie viel soll ein Sportler trinken und welche Getränke sind geeignet? Welche Lebensmittel machen Sportler und Zuschauer an einem Wettkampftag fit? Welche Hygieneregeln sind bei der Abgabe und dem Verkauf im Verein zu beachten?

Diese und andere Fragen sind Thema dieser Veranstaltung.

Trainer und Übungsleiter sind eingeladen, ihr Wissen zu den Themen „Sportliche Durstlöscher“ und „Verpflegung bei Wettkämpfen und Vereinsveranstaltungen“ zu erweitern.  Neben dem Theorieteil dienen praktische Elemente dazu, dass erlernte Wissen zu vertiefen.

Darum geht es beim Thema „Sportliche Durstlöscher“:

  • Ohne Wasser keine Leistung – wie funktioniert der Flüssigkeitshaushalt?
  • Die Menge macht’s – Flüssigkeitsaufnahme vor, während und nach der Belastung.
  • Getränkecheck – hypertone, hypotone und isotone Getränke, wo ist der Unterschied?
  • Fitness-Bar – Sportgetränke selbstgemixt. (Praxis)

Das sind die Inhalte beim Baustein „Verpflegung bei Wettkämpfen und Vereinsveranstaltungen“

  • Voller Bauch trainiert nicht gern – Verweildauer von Lebensmitteln im Magen.
  • Leicht, lecker, selbstgemacht – Snackideen für das eigene Vereinsfest.
  • Vom Einkauf, über die Lagerung bis zum Verkauf – Tipps und Tricks für die Planung einer erfolgreichen Vereinsveranstaltung.
  • Checkliste für erfolgreiche Feste – Planung einer Veranstaltung im Team. (Praxis)

Die Veranstaltung findet in der Realschule plus, 67240 Bobenheim-Roxheim, Grünstadter Straße 6, in den Räumen der VHS statt.

Die Teilnahmegebühr inkl. Infomaterial beträgt 18 € pro Person.

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen bis spätestens 2. November 2015 nur über die VHS Bobenheim-Roxheim, Tel. 06239-939-0 oder unter 06239-939-1133 möglich.

Spürnasen aufgepasst! – Gemeinsam dem Zucker auf der Spur.

ErnährungsberatungDas Förderzentrum für Jugend und Soziales bietet am 26. Februar 2015 mit seinem Kooperationspartner, der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und in Zusammenarbeit mit der VHS Bobenheim-Roxheim einen Kurs für Kinder von 4 bis 6 Jahren unter dem Motto  „Spürnasen aufgepasst“ an.

In einigen Lebensmitteln ist ganz schön viel Zucker versteckt. Zucker schmeckt süß und lecker. Aber es gibt auch ein „Aber“ wie jedes Kind weiß. Doch wo genau versteckt sich der Zucker im Essen und Trinken. Gemeinsam dem Zucker auf der Spur sein – wie Detektive, damit uns nichts entgeht. Eltern dürfen natürlich auch gerne mitmachen.

Der Kurs beginnt um 17.00 Uhr und endet um 17.45 Uhr. Die Veranstaltung findet, Am Binnendamm 20, 67240 Bobenheim-Roxheim, statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Referentin ist Diplom-Oecotrophologin Claudia Zein-Schuld von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen ist nur über die VHS-Leiterin Manuela Lemster, Tel. 06239-939-1309 oder unter 06239-939-0 möglich.

 

Naturtalent fürs Organisieren und Finanzieren

Gegenüber: Bernd Jung, ein begnadeter Strippenzieher für den guten Zweck, wird heute 75 Jahre alt – Mitinitiator der Sportvereinsfusion

Von Waltraud Werdelis

BOBENHEIM-ROXHEIM. Bernd Jung – mit diesem Namen verbinden die Bobenheim-Roxheimer einen leidenschaftlichen Sportplatzbauer, die RHEINPFALZ-Leser einen fleißigen Hobbyjournalisten und viele Eltern eine Stiftung, die in der Region ihresgleichen sucht. Am heutigen Samstag wird der Roxheimer, der diesen Namen trägt, 75 Jahre alt.

Sucht man im Pressegespräch anlässlich des Geburtstags den Privatmenschen Bernd Jung, landet man unweigerlich immer wieder bei dem Funktionär. Es scheint, als habe er keine Freizeitbeschäftigung so gern wie das Organisieren und Finanzieren von Projekten, die man unter den Begriff Gemeinwohl stellen könnte.Setzen wir im Jahr 1994 an, als die Fusion dreier Sportvereine vollzogen wurde: SG Bobenheim, SV Roxheim und DJK Roxheim. „Die waren alle drei sportlich gut, aber die jeweilige Führungsriege zu besetzen, war schwierig“, sagt Bernd Jung, der der DJK 1966 mit der Hilfe von in Worms stationierten US-Soldaten zum Sportplatz am Binnendamm und 1971 zu einem Tennenplatz verholfen hatte. Mit SG-Chef Walter Stockert habe er damals über eine Zusammenlegung der Vereine nachgedacht, „und innerhalb weniger Monate haben wir alle Abteilungen von der Idee überzeugen können“. Nur fünf von insgesamt 2200 Mitgliedern seien deswegen ausgetreten. „Dafür sind 100 neu dazugekommen“, sagt Jung, der sich noch gut an die Aufmerksamkeit überregionaler Medien erinnern kann.

Um das Jahr 2000 herum musste der wohlmeinende Strippenzieher im Hintergrund dann wegen eines Rücktritts und eines Todesfalls im Vorstand des neuen Sportclubs (SC) Bobenheim-Roxheim für kurze Zeit in die erste Reihe des Vereins. Da war er zum Glück nach über 30 Jahren nicht mehr als Autor für die Frankenthaler Lokalausgabe der RHEINPFALZ tätig. Denn in dieser Funktion hatte er größten Wert darauf gelegt, Journalismus und Bobenheim-Roxheimer Vereins- und Politikerinteressen nicht zu vermischen, objektiv und unabhängig zu sein.

Das Talent von Bernd Jung, der bis 1997 im kaufmännischen Bereich beim Frankenthaler Pumpen- und Armaturenhersteller KSB gearbeitet hat, war vor wenigen Jahren für den SC wieder äußerst wertvoll, als der Wunsch nach einer Kunstrasenanlage entstand. Bernd Jung sorgte als „Sportplatzbeauftragter“ dafür, dass ein Großfeld, zwei Kleinspielfelder und ein Mehrzweckfeld 2012 mithilfe eines Landeszuschusses fertig wurden, obwohl sich die Kosten wegen eines Entwässerungsproblems auf rund 900.000 Euro summiert hatten. „Der Verein hat uns freie Hand gelassen“, lobt Jung den SC-Vorstand. Mit „uns“ meint er auch „die zwei Praktiker“ Artur Hiebel und Werner Wandel. Aktuell habe der Sportclub wegen der Anlage gerade mal noch 50.000 Euro Schulden.

Das alles wäre vielleicht nicht so reibungslos verlaufen, wenn Bernd Jung nicht 290.000 Euro zwischenfinanziert hätte. Und zwar als Vorsitzender der nach ihm benannten Stiftung. Die hat er gegründet, nachdem 1996 die Gäste einer Geburtstagsfeier Kleingeld in einen Spendenkorb gelegt hatten, rund 350 D-Mark. „Das sollte ich für die Jugendarbeit verwenden, was ich natürlich nicht gemacht habe“, sagt Jung schmunzelnd. Stattdessen suchte er Firmensponsoren und private Spender, die den Betrag stetig aufstockten. „Als ich 2003 so um die 50.000 D-Mark zusammen hatte, wurde die Stiftung gegründet“, berichtet der Roxheimer.

Deren Zweck ist die sportliche Förderung der Vereinsjugend des SC Bobenheim-Roxheim. Aber die Stiftung, deren unantastbares Kapital heute mehrere Hunderttausend Euro beträgt und die inzwischen hauptamtlich von Harald Stark geleitet wird, unterhält auch ein Förderzentrum für Jugend und Soziales, das sich allgemein um die Förderung von Kindern und Jugendlichen in Sport, Schule, Lebensumfeld und Ausbildung bemüht (wir berichteten). Das Zentrum wurde im vergangenen Jahr mit dem Titel „Pilotprojekt“ von der Landesregierung geadelt und ist ein Beispiel für professionelles Netzwerken. Vom Arbeiter-Samariter-Bund über die Ballschule der Uni Heidelberg bis zur Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat die Stiftung zahlreiche Kooperationspartner, die nach dem Win-win-Prinzip in Bobenheim-Roxheim Kurs- und Freizeitangebote für Familien machen. Und die würden sehr gut angenommen, sagt der mit zahlreichen Ehrungen bedachte Senior. Sogar aus Rostock seien schon Anmeldungen für Kurse eingegangen.

Wie Bernd Jung die wundersame Geldvermehrung geschafft hat, was es für ihn bedeutete, in jungen Jahren wegen eines Hüftleidens den Fußballsport aufgegeben oder aus finanziellen Gründen kein Abitur gemacht zu haben: All diese Fragen müssen an dieser Stelle unbeantwortet bleiben, denn es stellt sich am 75. Geburtstag heute noch die Frage nach seiner Familie und den ganz persönlichen Beschäftigungen. „Ich bin seit 52 Jahren mit meiner Frau Gerlinde verheiratet, habe eine Tochter und einen Sohn sowie zwei Enkelkinder, die zur Feier im kleinen Kreis kommen“, verrät Bernd Jung. Urlaub macht er zwei- bis dreimal im Jahr, aber nicht in fernen Ländern, am liebsten an der Ostsee. Der Garten wird gerade altersgerecht umgestaltet („Aber der Fischteich, der bleibt“), und ein Buch über Bobenheim-Roxheim seit der Fusion 1968 ist in Arbeit. Ansonsten ist da noch das aus Lebenserfahrung erwachsene Motto von Bernd Jung: „Von Leuten, die alles besser wissen, aber nichts tun, halte ich mich fern.“

                                                                                                                                                  

Quelle: Die Rheinpfalz – Frankenthaler Zeitung – Nr. 26 Samstag, den 31. Januar 2015

Große Geburtstagsparty

Bobenheim-Roxheim: Förderzentrum der Bernd-Jung-Stiftung feiert fünfjähriges Bestehen – Nicht jeder kennt Stargast Benny Kieckhäben

Mit sportlichen Wettkämpfen und Stargast Benny Kieckhäben aus Worms hat das Förderzentrum für Jugend und Soziales der Bernd-Jung-Stiftung am Sonntag sein fünfjähriges Bestehen gefeiert. Auf dem Gelände des SC Bobenheim-Roxheim gab es ein buntes Programm für Kinder. Kooperationspartner haben die erwachsenen Besucher über soziale und gesundheitliche Themen informiert.

Die Sonne scheint. Viele Gäste haben sich auf der Sportanlage am Binnendamm versammelt. Besonders begehrt sind die schattigen Plätze unter Bäumen und Sonnenschirmen. Auf den Spielfeldern wird gerannt und geschwitzt. Nachwuchsmannschaften aus der Region wollen den Besuchern zeigen, was sie sportlich zu bieten haben. Die Veranstaltung soll nicht nur eine reine Jubiläumsfeier sein“, sagt Harald Stark, der bei der Stiftung unter anderem für die Pressearbeit und Kooperationen zuständig ist. Heute ist er ein vielbeschäftigter Mann. Er schüttelt Besuchern die Hand, begrüßt viele von ihnen persönlich. „Wir wollen auch zeigen, dass von unserer Arbeit nicht nur die Kinder, sondern die ganze Gemeinde profitiert.“ Stolz ist Stark auf die Kooperation mit dem Behindertensportverein Frankenthal, dessen Fußballmannschaft gerade ihr Können auf dem Spielfeld beweist. „Inklusion war uns schon immer ein wichtiges Anliegen“, gibt Stark zu bedenken.

Das Förderzentrum der Bernd-Jung-Stiftung will junge Menschen nicht nur sportlich, sondern auch sozial fördern. Aus diesem Grund gibt es Infostände ihrer Kooperationspartner. Für die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ist Claudia Zein-Schuld gekommen, um Besucher über den Zuckergehalt in der Nahrung aufzuklären. Auf dem Tisch vor ihr sind verschiedene Lebensmittel aufgestellt. Daneben wird durch Pyramiden aus Zuckerwürfeln jeweils angegeben, wie viel des süßen Stoffs in den jeweiligen Portionen enthalten sind. „Die Resonanz der Besucher ist sehr groß“, sagt Zein-Schuld, „viele Eltern interessieren sich für das Thema.“ Während die Stefan-Morsch-Stiftung in ihrem roten Doppeldeckerbus über das Spenden von Stammzellen informiert und der Arbeiter-Samariter-Bund Frankenthal das Wissen der Besucher rund um das Thema „Erste Hilfe“ auffrischt, präsentiert eine Gruppe des Bundesverbands Gewaltprävention, wie sich junge Leute in gefährlichen Situationen verhalten sollten. Durch Slapstick-Einlagen wird das ernste Thema aufgelockert – sehr zum Gefallen der Gäste, die es sich bei kalten Getränken und Bratwurst gut gehen lassen.

Stark freut sich über die Besucherzahlen: „Es werden wohl über den Tag verteilt etwa 1000 Menschen mit uns feiern.“ Für die große Resonanz mag auch der Stargast aus Worms gesorgt haben. Benny Kieckhäben, bekannt aus der sechsten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“, bewegt die kleinen und großen Besucher zum Tanzen und zum Mitklatschen. Viele filmen den Auftritt mit ihren Handys. Der neunjährige Tamino Erban weiß zwar nicht, wer da gerade auf der Bühne steht, hat aber einen erfolgreichen Tag hinter sich. Er spielt Fußball in der F-Jugend des SC. „Wir haben gerade gegen ein älteres Team aus Sickingen gewonnen“, sagt Tamino. Dann genehmigt er sich erst einmal eine Bratwurst.

Langsam leeren sich die Spielfelder. Die jungen Sportler versammeln sich mit den anderen Gästen vor der Bühne. Bald wird die Garde des Bobenheimer Carnevalvereins dem Bühnenprogramm zu einem krönenden Abschluss verhelfen. (mnx)


Quelle: Die Rheinpfalz – Frankenthaler Zeitung Ausgabe 127,  3. Juni 2014

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