Förderzentrum für Jugend und Soziales

Gewinner

„Unser voller Respekt“

Vorbereitungsturnier der deutschen Nationalmannschaft im Blindenfußball endete im Finale mit einer Niederlage gegen Spanien
Im Endspiel war ihm leider kein Torerfolg vergönnt, Alexander Fangmann, Kapitän der deutschen Blindenfußball Nationalmannschaft. Foto: Marcus Diehl

Am Wochenende fand das Vorbereitungsturnier der Blindenfußball-Nationalmannschaft in Frankenthal statt. Gewinner wurde Spanien das Deutschland mit 1:0 bei brühender Hitze mittags um 12 Uhr besiegte. Im Spiel um den dritten Platz siegte Italien gegen MTV Stuttgart mit 2:0. Der sechsfache Deutsche Meister ist kurzfristig für Ghana eingesprungen, das Probleme mit dem Visum hatte. Am Samstag hatte Deutschland durch ein Tor von Alexander Fangmann Italien bezwungen. Spanien siegte gegen Stuttgart mit 9:0.

Alle Zuschauer die bei diesem Ereignis dabei waren, gingen sicher voller Respekt gegenüber den Akteuren nach Hause. Die sportliche Leistung ist nicht hoch genug anzurechnen. Mit einer Ball- und Orientierungssicherheit in einem 40 x 20 m Spielfeld verdient schon größte Anerkennung. Bei den Zuschauern ist das Bewusstsein für Inklusion bestimmt stärker gewachsen. Wenn die Augen geschlossen sind und mal durch den eigenen Garten spazieren geht, kann etwas nachempfinden was die Blindenfußballer leisten. Das Spielfeld ist an den Längsseiten durch eine Bande begrenzt. Auf dem Feld stehen vier blinde/sehbehinderte Feldspieler und ein sehender Torwart. Die effektive Spielzeit beträgt zwei mal 20 Minuten. Bei fünf persönlichen Fouls gibt es eine Disqualifikation. Die Orientierung folgt durch den rasselnden Spielball und hinter dem gegnerischen Tor steht ein Guide, der seinen Mitspielern Anweisungen gibt und die Torposition verdeutlicht. Alle Feldspieler tragen eine Augenbinde um kleine Sehreste zu unterbinden. Nähert sich ein Abwehrspieler einen Ballführenden, muss er sich durch Rufen des Wortes „Voy“ bemerkbar machen. Es kommt übrigens aus dem spanischen und bedeutet „Ich Komme“. Der sehende Torwart darf seinen kleinen Strafraum 5,5x2m nicht verlassen. Passiert es doch einmal, wird es mit einem Sechsmeterstrafstoß bestraft. Natürlich ist Blindenfußball Programm bei Paralympischen Spielen und die deutsche Nationalmannschaft möchte sich durch die kommende EM für Tokio 2020 qualifizieren.

Seit 2006 gibt es Blindenfußball in Deutschland. Ein Jahr später wurde die Nationalmannschaft gegründet und seit 2008 gibt es sogar eine Bundesliga. Bedanken muss man sich bei der Bernd-Jung- Stiftung und dem SWFV die diese Veranstaltung mit ihren Partnern Sepp-Herberger-Stiftung, dem Deutschen Behindertensportverband, dem Freundeskreis der Deutschen Blindenfußnall-Nationalmannschaft e.V., der Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V. sowie der Sportregion Rhein-Neckar e.V. erst ermöglicht hatten.


Quelle / Bild und Text : Nibelungen Kurier Worms

 

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