Förderzentrum für Jugend und Soziales

Harald Stark

Ein Gewinn für alle

Neue Kooperationspartner bei Herbstfest in Zoar-Wohnanlage vorgestellt
Ex-FCK-Profi Axel Roos (Mitte) steuert Musik zum Herbstfest bei.  Foto: ULN

Friesenheim. Nicht nur den Herbst feiern, sondern auch den Startschuss für eine neue Kooperation geben – das war die Intention einer festlichen Sonntagsveranstaltung in der Zoar-Wohnanlage am Ebertpark. Neue Partner sind die Bernd-Jung-Stiftung aus Bobenheim-Roxheim und die Fußballakademie Kaiserslautern. Die Letztgenannten arbeiten schon eine ganze Zeit lang zusammen.

„Die Frage ist: Was können wir miteinander tun und gemeinsam erreichen?“, sagte Harald Stark, Geschäftsführer der Bernd-Jung-Stiftung, eines Förderzentrums für Jugend und Soziales aus Bobenheim-Roxheim auf der Herbstfeier der Zoar Wohnanlage für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Die Arbeit seiner Stiftung beruht auf fünf Säulen: Sport, Ernährung, Bildung, Soziales und Integration. Ihr Angebot reicht von der Babymassage über Ernährungsberatung und Hausaufgabenbetreuung bis hin zu Gewaltprävention, Praktikumsbörse und Behindertensport.Gerade Inklusion sei ein großes Thema – und zwar eins, bei dem Fußballakademie Kaiserslautern von Ex-FCK-Profi Axel Roos schon länger mit der Stiftung zusammenwirke. „Uns ist es wichtig, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam etwas tun“, meinte Roos dazu. „Wir möchten Barrieren und Berührungsängste abbauen. Es soll ein Miteinander entstehen, dabei sind Netzwerke einfach sehr wichtig.“ Roos macht unter anderem Musik mit Menschen, die eine Beeinträchtigung haben und hat mit der Band Carpe Diem Unerhört schon viele Auftritte absolviert.

„Ich könnte mir hier in der Wohnanlage Veranstaltungen zum Thema Ernährung gut vorstellen“, erklärte Stark. Nadja Bier, Bezirksleiterin von Zoar, stimmte ihm sofort zu: „Mir fällt da spontan das Stichwort Diabetes ein.“ Die Bernd-Jung-Stiftung habe ein großes Netzwerk aufgebaut, von dem das evangelische Diakoniewerk Zoar gut profitieren könne. Im Gegenzug könne sie in profitieren nun die Räumlichkeiten von Zoar für ihre Veranstaltungen mit nutzen. „Und wir könnten Begleiter für Unternehmungen der Stiftung stellen“, meinte Nadja Bier weiter.

Das Herbstfest war als Auftaktveranstaltung für die Kooperation gedacht. In den kommenden Wochen soll es in die engere Planung gehen. Dann soll festgelegt werden, wie die Kooperation ausgestaltet und Netzwerkarbeit betrieben werden kann.

Das Evangelische Diakoniewerk Zoar betreut seit September 2015 das Inklusive Wohnangebot für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung in Friesenheim. Das Haus verfügt über 24 Zimmer als stationäres Wohnangebot mit differenzierten Betreuungsmöglichkeiten für behinderte Menschen. Die Cafeteria dient als Begegnungsstätte, denn in der Wohnanlage gibt es auch 17 Ein- und Zweibettzimmer-Appartements Menschen ohne Beeinträchtigung.uln


Quelle – Text : Die Rheinpfalz Marktplatz Regional Ludwigshafen City Nord – Nr. 44, Mittwoch, den 31. Oktober 2018 ; Foto – SchellN

 

Selbstbehauptung immer besser als Gewalt

Gewaltpräventionskurs von SeSiSta für die Jugendfeuerwehr Bobenheim-Roxheim initiiert von der Bernd-Jung-Stiftung
v.l.n.r.: Wehrleiter Kai Neiheiser, stellv. Jugendwart Ronny Kienberger, Jürgen Mörixbauer (SeSiSta), Jugendwart Jens Syrbe sowie Harald Stark, Geschäftsführer der Bernd-Jung-Stiftung mit zwei Teilnehmern des Gewaltpräventionskurses

„Gewalt beginnt nicht erst beim Tun, sondern schon viel früher.“ Kursleiter Jürgen Mörixbauer von SeSiSta (Selbstbewusst – Sicher – Stark) sensibilisiert zunächst die 17  Jugendlichen des Feuerwehrnachwuchses von Bobenheim-Roxheim für das Thema Gewalt und setzt ganz klar auf Prävention: prekären Situationen bereits im Vorfeld begegnen und sie möglichst durch Worte, Körpersprache, Gestik und Mimik vermeiden oder entschärfen.

Gerade in der Schule und im Alltag von Jugendlichen kommt es manchmal zu Situationen, in denen die Jugendlichen nicht wissen, wie sie aggressivem Verhalten richtig begegnen können. Jürgen Mörixbauer gibt ihnen einfache Tipps und auch Selbstverteidigungstricks an die Hand, die eifrig im Kurs in Partnerübungen zu zweit geübt werden. „Kraft darf niemals eine Rolle spielen, denn ein Stärkerer sucht sich natürlich einen Schwächeren als Opfer.“ Die Techniken kommen z.T. aus dem Kampfsport und geben den Jugendlichen das nötige Selbstbewusstsein, auch als vermeintlich Unterlegener etwas tun zu können, um sich zu wehren und sei es nur, um Zeit zu gewinnen. Die beste Waffe sei jedoch die eigene Selbstbehauptung: Distanz wahren und gar nicht erst zulassen, dass es zu einem  unerwünschten Körperkontakt wie z.B. schubsen kommt oder weitergeht.

„STOP!“ brüllt ein kleinerer Junge laut seinen Bruder an und dieser ist sichtlich beeindruckt. Dann müssen beide erst mal lachen. Es macht ihnen sichtlich Spaß, das Gelernte auszuprobieren.      

Wehrleiter Kai Neiheiser begrüßt es sehr, dass dieser Kurs für seine Jugendfeuerwehr im Rahmen der Kooperation mit der Bernd-Jung-Stiftung zustande gekommen ist. „Gewalt gegen Rettungskräfte ist leider ein aktuelles Thema. Dieser Kurs soll aber vor allem den Jugendlichen in ihrem privaten Umfeld helfen, mit Situationen, in denen sie mit Gewalt konfrontiert werden, schon im Vorfeld souverän umzugehen.“

 

Helden müssen erraten werden

Bobenheim-Roxheim: Spielerisch stärkt ein neues Projekt an der Rheinschule die Konzentrationsfähigkeit und Teamarbeit der Kinder. Seit diesem Schuljahr bietet die Bernd-Jung-Stiftung dort soziale Gruppenarbeit für Drittklässler an. Und dabei können auch mal die Schuhe getauscht werden. Ein Besuch.  Von Sophie LeitertHüpfen, pfeifen, Schuhe schnappen: Der pädagogische Mitarbeiter Benjamin Grau trifft sich zwei Mal in der Woche mit einer kleinen Gruppe von Drittklässlern und fördert sie spielerisch.                                                                               Foto:Bolte

„Seid ihr dabei bei den Regeln?“, fragt Benjamin Grau die vier Kinder. Die Verhaltensregeln wurden zu Beginn der Stunde wiederholt: nicht reinrufen, sich melden, den Nachbarn nicht ärgern, andere ausreden lassen und sich konzentrieren. Einfach gesagt, aber den Drittklässlern fällt das im Schulalltag noch schwer.Konzentration, Aufmerksamkeit, selbstständiges Erarbeiten einer Lösung und die Arbeit in Gruppen sind Schlüsselqualifikationen im Leben. Bei der sozialen Gruppenarbeit sollen diese Fähigkeiten durch gemeinsame Spiele gefördert werden. Die Kinder werden motiviert und in ihrem Selbstvertrauen gestärkt – doch sie sollen nicht spüren, dass ein pädagogisches Konzept dahintersteht. Auch heute lernen die Kinder in der Gruppe ein neues Spiel, und Benjamin Grau erklärt die Regeln locker vor dem Tisch der Kinder knieend: Alle sollen einen Schuh ausziehen und auf einem Bein hüpfen. Sobald Grau aufhört zu pfeifen, sollen sich alle einen fremden Schuh schnappen. Aber für Lena* bleibt nur ihr eigener Schuh. „Wie löst ihr das jetzt?“, fragt Grau. Die Kinder brauchen wenige Minuten. Dann suchen sie denjenigen, dem der Schuh gehört, und flüstern ihm ihre Lieblingsfarbe ins Ohr, in der zweiten Runde das Lieblingsessen. Beides müssen sie sich bis zum Schluss merken.

Benjamin Grau ist Pädagoge bei der Bernd-Jung-Stiftung, und hat die Drittklässler, die förderbedürftig sind, zum Beginn des Schuljahres kennengelernt. Ziel ist es, den Schülern den Übergang zur weiterführenden Schule zu erleichtern. Das Konzept hat die Stiftung erarbeitet und kann es dank einer Spende der BASF nun in der Rheinschule seit diesem Jahr anbieten – die Summe wird jedoch nicht genannt. Schulleiter Andreas Mock war sofort von dem Projekt begeistert und möchte eng mit der Stiftung zusammenarbeiten. Obwohl Benjamin Grau kein Teil des Lehrerkollegiums an der Schule ist, tauscht er sich regelmäßig mit ihnen aus. Er kann auf die Kinder anders zugehen, hat Schulleiter Mock beobachtet. „Jemand der keine Noten vergibt, hat einen anderen Zugang zu den Kindern.“

Optimal wäre es, wenn die Stiftung schon im Kindergarten verhaltensauffällige Kinder pädagogisch betreuen und über die Grundschule bis in die weiterführende Schule begleiten kann, sagt Harald Stark, Geschäftsführer der Stiftung. Dann könnten sie sich an eine Vertrauensperson gewöhnen und eine langjährige persönliche Beziehung aufbauen. „Bobenheim-Roxheim hat die perfekten Voraussetzungen dafür“, erklärt Wolfgang Kaufmann, ehrenamtlicher Begleiter der Stiftung in pädagogischen Fragen. „Bei den Kleinen kann man noch am meisten bewirken. Nach der sechsten Klasse kann man meistens nur noch Schönheitskorrekturen machen“, weiß Kaufmann durch seine langjährigen Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen beim Zentrum für Arbeit und Bildung in Frankenthal.

Gleich heißt es Mädchen gegen Jungs. Beim nächsten Spiel „Galgenmännchen“ sind Teamarbeit und Aufmerksamkeit gefragt. Das Spiel funktioniert so: Grau denkt sich ein Wort aus, und zeichnet so viele Unterstriche an die Tafel, wie das Wort Buchstaben hat. Lena* und Helen* sowie Milan* und Arian* bilden ein Team. Im Team sollen sie die Buchstaben erraten, die in dem Wort vorkommen könnten. Ziel ist es, keinen Buchstaben doppelt zu nennen und sich mit dem Partner auf einen Buchstaben zu einigen. „Ihr seid ein Team, ich möchte, dass ihr euch besprecht“, ermutigt der Pädagoge die Schüler. Doch erst sprechen sich die Kinder nicht richtig ab, und als Arian einfach einen Buchstaben sagt, der nicht im gesuchten Wort vorkommt, protestiert Milan, der gerne einen anderen Buchstaben genannt hätte. „Das muss ich jetzt trotzdem werten“, sagt Grau und macht ein Kreuz für die Jungs an der Tafel für den falschen Buchstaben. Ab jetzt klappt es mit dem C. Die Kinder sind fixiert darauf, die Lösung gemeinsam zu erarbeiten. Die Situation nutzt Grau, um die Kinder zu loben. „Ihr redet leise, kippelt nicht mit dem Stuhl, hört einander zu und quatscht nicht rein – ihr seid super!“ Schließlich lösen die Kinder das gesuchte Wort „HELDEN“.

*Die Namen der Kinder wurden von der Redaktion geändert.


Quelle: Bild und Text – Die Rheinpfalz Frankenthaler Zeitung – Nr. 204, Montag, den 3. September 2018

„Keiner ist zu klein, um Helfer zu sein“

Nils berichtet: Bei einem Erste-Hilfe-Kurs in Bobenheim Roxheim üben Grundschulkinder das richtige Verhalten in einer Notsituation
Bei dem Kurs zeigte Melanie Kunth (vorne links) den Kindern auch, wie man eine Rettungsdecke richtig benutzt. (Foto: Bolte)

Bobenheim-Roxheim. Stellt euch einmal vor, eure Mama fällt von der Leiter, verletzt sich dabei und außer euch ist keiner daheim. Keine schöne Vorstellung. Doch es ist wichtig, dass ihr dann wisst, was zu tun ist. 15 Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren haben nun erste Erfahrungen in der Ersten Hilfe gemacht. Einmal im Jahr bietet die Bernd-Jung-Stiftung in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) Bobenheim Roxheim und dem Arbeiter-Samariter-Bund Frankenthal einen solchen Kurs für Kinder an.

Humpelnd und lachend kommen die Jungen und Mädchen aus dem Vereinshaus des SC Bobenheim-Roxheim. Sie tragen Verbände um Arme und Beine, ein Junge sogar um den Kopf. Freudig hinken sie auf den Rettungswagen zu, der auf dem Parkplatz steht. Doch die Schüler haben sich nicht wirklich verletzt. Es ist eine Szene des Erste-Hilfe-Kurses für Kinder, der unter dem Motto „Keiner ist zu klein, um Helfer zu sein“ steht.Wer richtig helfen will, der muss erst einmal wissen, wie man Hilfe holt. Deshalb zeigt Melanie Kunth, die seit 15 Jahren im Rettungsdienst tätig ist, wie man einen Notruf absetzt. Ihre vollständige Adresse zu nennen, fällt einigen Kindern dabei noch schwer. Deshalb übt Kunth mit allen, Straße, Hausnummer und Wohnort vollständig und deutlich dem Notrufdienst durchzugeben. Doch was tun, wenn man die Adresse nicht kennt? „Selbst zum Notdienst fahren“, meint ein Mädchen. Doch Kunth schüttelt mit dem Kopf. Sie prägt den Grundschülern ein, wie wichtig es ist, andere Leute um Hilfe zu bitten, wenn man selbst die Adresse nicht kennt. Denn der Rettungsdienst muss genau wissen, wo der Verletzte ist, um ihm schnellstmöglich zu helfen. „Ich merke mir das jetzt für immer“, freut sich Lea nach dem Spiel.

Durch den Kurs sollen die jungen Teilnehmer schon frühestmöglich lernen, wie sie sich in einer Notsituation zu verhalten haben. Wichtig ist auch, dass Eltern mit ihren Kindern früh über die Erstversorgung sprechen. Wo ist der Verbandskasten im Haus? Welche Nummer wähle ich im Falle eines Notfalls? Wie versorge ich alltägliche Verletzungen, wie zum Beispiel einen Wespenstich? Fragen, auf die Grundschulkinder eine Antwort kennen sollten.

Vorbilder für die Kenntnisse von Kindern in der Ersten Hilfe sind für Kunth Schweden und Norwegen. Schon ab dem Kindergartenalter übt man hier die Erste Hilfe, auch später im Erwachsenenalter sind regelmäßige Kurse verpflichtend. In Deutschland machen die meisten für den Führerschein ihren ersten Erste-Hilfe-Kurs. Hier gibt es also einigen Nachholbedarf, findet Kunth.

Weiter geht es mit dem Verbandskasten. In die Wärmedecken wickeln sich die Kinder trotz der Sommerhitze. „Die macht einen ja ganz warm“, staunt eine Teilnehmerin. Nachdem Kunth einem Mädchen einen Verband angelegt hat, wollen alle einen. „Er sieht wie Rotkäppchen aus“, amüsiert sich Luisa über Felix, dem Kunth einen Kopfverband macht.

Bei der Besichtigung des Rettungswagens sehen die Kinder nicht nur, wo man das Blaulicht und das Martinshorn einschaltet, sondern auch, wie die Rettungssanitäter die Trage aus dem Wagen bekommen und diese herumschieben können. „Ich kenne einen ganz langen Menschen, wie kommt der da drauf?“, fragt ein Teilnehmer. Gut, dass sich die Trage für groß gewachsene Menschen ausfahren lässt. Bestaunt wird auch der schwere Rettungsrucksack, mit welchem die Sanitäter oft mehrere Stockwerke hinaufsprinten.

Die Bernd-Jung-Stiftung möchte Kindern mit dem Kurs die Möglichkeit geben, erste Kenntnisse in der Ersten Hilfe zu vermitteln. „ Wir sollten Kinder nie unterschätzen“, meint Harald Stark, Geschäftsführer der Stiftung. Denn Kinder lernen sehr schnell, und die Hoffnung des Kurses ist, dass sie in der Notfallsituation ihr Wissen anwenden können.sol

NOCH FRAGEN?

Die Bernd-Jung-Stiftung bietet auf Anfrage auch Kurse für Grundschulen oder Kitas an. Infos unter Telefon 06239 995696.


Quelle Bild und Text: Die Rheinpfalz Frankenthaler Zeitung – Nr. 194, Mittwoch, den 22. August 2018 

 

Bernd-Jung-Stiftung erhält BASF SE-Spende

Unterstützung von sozialer Gruppenarbeit an Grundschule Rheinschule Bobenheim-Roxheimv.l. Harald Stark (Geschäftsführer Bernd-Jung-Stiftung), Anna Urnauer, Tina Linder (beide Förderlehrerinnen an der Rheinschule) und Rektor Andreas Mock freuen sich über eine nachhaltige Zusammenarbeit.

Die Bernd-Jung-Stiftung aus Bobenheim-Roxheim, mittlerweile unter dem Dach des Paritätischen Wohlfahrtsverband – Landesverband Rheinland-Pfalz/ Saarland e.V. und somit anerkannter Träger der freien Jugendhilfe in Rheinland-Pfalz, freut sich über eine großzügige Spende der BASF SE.

Unterstützt wird ein Erziehungsbegleitungsprojekt (soziale Gruppenarbeit), das in der Grundschule Rheinschule in Bobenheim-Roxheim vor den Sommerferien erfolgreich gestartet ist und im aktuellen Schuljahr 2018/19 und auch dauerhaft fortgeführt wird.

Nachdem der Bedarf der Kinder von den Lehrer/innen der Rheinschule ermittelt worden war, hat die Bernd-Jung-Stiftung als Träger das entsprechende Konzept entwickelt, angepasst an die individuellen Bedürfnisse der Kinder.

Die soziale Gruppenarbeit setzt sich zum Ziel, den individuellen Förderbedarf der Kinder im schulischen wie auch im sozialen Kontext zu decken. Insbesondere sollen dabei die Fähigkeit zur Selbstorganisation in der Schule gestärkt, sowie die Freude an der Entwicklung eigener Lösungskompetenzen für unterschiedliche Alltagssituationen gefördert werden. Die pädagogischen Mitarbeiter der Bernd-Jung-Stiftung führen die soziale Gruppenarbeit vor Ort zweimal pro Woche durch.

Dieses Projekt konnte aufgrund der BASF-Spende ermöglicht werden, was von den Verantwortlichen der Bernd-Jung-Stiftung sehr begrüßt wird. 

 

 

Neue Wege gehen: Kooperation Bernd-Jung-Stiftung und Tiergehege Frankenthal e.V.

Bernd-Jung-Stiftung und Tiergehege Frankenthal e.V. planen nachhaltige Zusammenarbeit

Freuen sich auf die Zusammenarbeit, von links: Marion Merzbacher, Bernd Kühn, Hans-Georg Schwarz (Vorstand Tiergehege Frankenthal e.V.), Harald Stark Geschäftsführer Bernd-Jung-Stiftung

Ziel dieser Kooperation ist es, Kinder wieder näher zur Natur zu bringen. Dabei sollen sich die Kids durch eigenes Erforschen und Handeln in einer Gemeinschaft in der Natur ausprobieren. Dazu gehören natürlich auch eine gemeinsame Organisation und die Gestaltung eines solidarischen Arbeitstages.

Die Grundlage aller Aktivitäten ist die Freiwilligkeit. Diese erlaubt den  Kindern in der Natur ein hohes Maß an Kreativität und eine kooperative Zusammenarbeit. In einem „Dialog der Generationen“ lernt man gegenseitig voneinander. Die Erwachsenen begleiten die Kinder und geben ihre jahrelange Lebenserfahrung und ihr Wissen weiter.

Die Kinder können sich im Tiergehege an der Arbeit beteiligen und lernen gleichermaßen den Umgang mit Tieren. Im Gegensatz zu Handy & Co. verschafft ihnen dies gewissermaßen echte Erfolge und das Gefühl etwas Sinnvolles vollbracht zu haben.

 

Dem Nachwuchs Perspektiven bieten

Jugendfeuerwehr Bobenheim-Roxheim und Bernd-Jung-Stiftung schließen Kooperation / Die Jugend für die Zukunft stark machen

Die Zusammenarbeit trägt erste Früchte! Die Kooperation zwischen der Jugendfeuerwehr Bobenheim-Roxheim sowie der Bernd-Jung-Stiftung und der Gemeinde läuft. Von links: Harald Stark, Geschäftsführer der Bernd-Jung-Stiftung, Kai Neiheiser, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr, und Michael Müller, Bürgermeister der Gemeinde Bobenheim-Roxheim.

Von Steffen Heumann | Einen Grundstein für den Nachwuchs hat die Freiwillige Feuerwehr in Bobenheim-Roxheim mit der Gründung der Jugendabteilung bereits gelegt. Mit der neuen Kooperation zwischen Jugendfeuerwehr, Gemeinde und der Bernd-Jung-Stiftung gehen die Beteiligten den nächsten Schritt: junge Menschen unterstützen und ein Stück weit auf das Leben vorbereiten!

„Ein gelungenes Beispiel für ein Privat-Public-Partnership-Modell”, freut sich Bürgermeister Michael Müller, dass nach intensiven Vorgesprächen bereits erste Ergebnisse vorliegen. Ein weiterer Mosaikstein in der Zusammenarbeit von privater Stiftung, der Freiwilligen Jugendfeuerwehr und der Gemeinde, um für die Zukunft die richtigen Weichen zu stellen.

Müller erläutert, dass die Sollstärke der Feuerwehr derzeit unterschritten sei. Statt 60 könne man nur auf 42 einsatzfähige Floriansjünger verweisen. Mit der Gründung einer Jugendfeuerwehr trete die Gemeinde dieser Entwicklung entgegen.

Wehrleiter Kai Neiheiser betont, dass die Jugendfeuerwehr mehr bieten möchte, als nur eine Uniform und die gewohnten Aktivitäten.

Die Jugendfeuerwehr habe seit ihrer Gründung enormen Zuspruch erfahren. 19 Kinder und Jugendliche seien inzwischen dabei, zwei hätten bereits den Weg in das Team der Freiwilligen Feuerwehr gefunden. „Eine gute Basis, aber auch Neuland für die Ausbilder”, weiß Neiheiser um die Grenzen des Organisatorischen.

Dass die Bernd-Jung-Stiftung mit ihrem integrierten Förderzentrum für Jugend und Soziales als Kooperationspartner das Angebot erweitert, bietet für den Nachwuchs neue Perspektiven. Zu den Bausteinen interner Veranstaltungen zählen unter anderem die Bereiche Gewaltprävention, Schülerpraktikum, Ernährung oder Gesundheit. Im Bereich der Nachhilfe macht sich der Kooperationspartner ebenfalls stark. Ein Mitglied der Jugendfeuerwehr kann bereits vergünstigt in einem Lernstudio an der Verbesserung seiner Noten arbeiten.

Die neue Kooperation fand bei einem Infoabend auch auf Elternseite ein positives Echo. Insgesamt sei ein guter Anfang gemacht, wie Wehrleiter Kai Neiheiser anfügte. Mit der Jugendfeuerwehr sowie der Alters- und Ehrenabteilung habe die Feuerwehr einen großen Mitgliederzuwachs erfahren.

Durch die Zusammenarbeit mit der Bernd-Jung-Stiftung werde nicht nur das Angebot für die Feuerwehrjugend erweitert. Auch interessierten Eltern biete sich die Möglichkeit zum Besuch interessanter Veranstaltungen. Bereits „am Start“ ist die Praktikumsbörse der Bernd-Jung-Stiftung, die in den Ferien attraktive Praktikumsplätze in verschiedenen Berufsbereichen anbieten kann.
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Quelle: Bild und Text, Nibelungen Kurier Worms, 06.02.2018  

   

 

„Schimpfend ist niemand gegangen“

Wormser Jugendlicher mit Lernschwäche möchte gefordert werden / Praktikum bei der IKK Südwest erfolgreich beendet

VON FLORIAN HELFERT Freundlich, warm und aufrichtig hat der Wormser Jugendliche Justin Stroh als Praktikant der IKK Südwest am Standort des Ludwigsplatzes Kundinnen und Kunden begrüßt. Dabei konnte er drei Monate lang Einblicke in den Berufsalltag eines Büros sammeln. Das Besondere: Justin Stroh ist von einer Lernschwäche betroffen und kämpft dennoch langfristig um eine Stelle in einem Büro: „Im Vergleich zu einer Werkstatt für behinderte Menschen möchte ich stärker gefordert werden“, strebt Justin Stroh nach seiner aktuell noch 24 Monate umfassenden Qualifizierung auf den ersten Arbeitsmarkt. „Das Praktikum hat mir sehr viel Freude bereitet“, blickt Justin Stroh an einem seiner letzten Tage in den Wormser Räumen der IKK Südwest gerne zurück. Insbesondere der Empfang der Kundinnen und Kunden habe ihm gefallen, wobei die Kunden ihm zufolge fast immer sehr nett gewesen sind. „Schimpfend ist niemand gegangen“, geriet er auf Nachfrage leicht ins Schmunzeln.

Herausforderungen meistern

Ein bisschen schwieriger gestaltete sich hingegen gerade zu Beginn des Praktikums die Ablage von Schriftstücken. „Mit vereinten Kräften ging es dann aber immer besser“, lobte Justin Stroh speziell Damon Wakelin als ihn unterstützenden Jahrespraktikanten und selbstverständlich auch das ganze Wormser Team der IKK Südwest. „Hier bin ich herzlich aufgenommen und betreut worden“, so Stroh. Als kleines Beispiel aus dem Büroalltag nannte er dann, dass wenn zum Beispiel niemand gekommen sei und er keine Büroarbeiten zu erledigen gehabt habe, er seinen Tagesbericht nach Rücksprache mit seiner Betreuerin Barbara Müller habe schreiben dürfen.

Für die Chance, seinem Ziel mit Hilfe der IKK Südwest in Form des nun beendeten Praktikums in einem Büro, dankte er stellvertretend Silke Staaden als Leiterin des IKK-Kundenservice der Regionaldirektion Ost. Einem Dank, welchem sich sowohl Sabine Ostertag vom Integrationsdienst des Vereins für Integration und Teilhabe am Leben e.V. als auch Harald Stark von der Bernd-Jung-Stiftung mit Sitz in Bobenheim-Roxheim gerne anschlossen – immerhin habe es sich um das erste Praktikum eines Heranwachsenden mit Lernschwäche für die IKK Südwest gehandelt.

Suche nach weiterem Praktikum läuft bereits

Begleitet der Integrationsdienst weiterhin die Qualifizierung, bemüht sich auch die Bernd-Jung-Stiftung erneut um ein Praktikum als vertiefenden Schritt auf dem Weg in den angestrebten Büroalltag. „Nachdem ich heute erfahren habe, wie glücklich Justin immer nach Hause gegangen ist und sehe, wie er hier strahlt“, so Harald Stark, Geschäftsführer der Bernd-Jung-Stiftung abschließend, „möchten wir ihn in unserem Netzwerk gut unterzubringen versuchen“.

Weitere Betriebe willkommen

Betriebe, die lernbehinderte Heranwachsende mit einem Praktikumsplatz oder einer Qualifizierungsmöglichkeit unterstützen wollen, können sich an den Integrationsfachdienst des Vereins für Integration und Teilhabe am Leben e.V. via kontakt@ifd-rheinhessen-nahe.de oder telefonisch unter 06731/6762 wenden.
                                                                                                                                                     
Quelle: Nibelungen Kurier Worms, 2. Februar 2018

 

 


 

Auftakt ins inklusive Praktikum

Wormser Jugendlicher mit Lernschwäche lernt Büroalltag bei IKK Südwest kennen

Von Florian Helfert: Bereits seit knapp über einer Woche leistet Justin Stroh aus Worms-Neuhausen ein dreimonatiges Praktikum im Büro der IKK Südwest am Ludwigsplatz der Nibelungenstadt, um Einblicke in den Berufsalltag zu erlangen. Darüber ist besonders seine Mutter, Anna Stroh, überglücklich, denn ihr Sohn ist von einer Lernschwäche betroffen. „Statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen möchte Justin am liebsten in einem Büro arbeiten“, freut sich Mutter Anna nach mehreren Werkstatt-Praktika über die aktuelle Chance der Inklusion für ihren schwerbehinderten Sohn.

„Justin ist sehr wissbegierig und arbeitet mit unserem Ganzjahrespraktikanten engagiert Hand in Hand“, berichtete Silke Staaden als Leiterin des Kundenservice der Regionaldirektion Ost. Dass beide zusammen geradezu aufblühen, ist für das Team der IKK Südwest spannend zu beobachten. „Obwohl ein Mensch mit Handicap häufig weniger produktiv ist, werden sie auf der Arbeit menschlich meist als bereichernd empfunden“, bestätigte Sabine Ostertag vom beteiligten Integrationsdienst des Vereins für Integration und Teilhabe am Leben e.V. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Verona Eckert begleitet sie das Praktikum als Job-Coach von Anfang an, um als Schnittstelle alle Beteiligten mit Rat und Tat zu unterstützen.

Den erfolgreichen Kontakt zur IKK Südwest vermittelte wiederum die Bernd-Jung-Stiftung mit Sitz in Bobenheim-Roxheim nach einer Anfrage des Integrationsfachdienstes. „Wir haben uns die Aufgabe gestellt, Heranwachsende in allen Altersstufen mit Sport, Bildung, Ernährungsthemen, Integration und sozialen Angeboten in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu fördern“, erklärt ihr Geschäftsführer Harald Stark – um abschließend der IKK Südwest als Kooperationspartner im Netzwerk der Stiftung ebenso wie für das angebotene Praktikum zugunsten des stillschweigend genießenden Justin zu danken.

Als Kooperationspartner der Bernd-Jung-Stiftung begleitet der Nibelungen Kurier das Praktikum, um über die weiteren Erfahrungen und Erlebnisse der beteiligten Akteure zu berichten.

Weitere Betriebe willkommen

Betriebe, die die Förderung junger Menschen mit Lernbehinderungen mit einem Praktikumsplatz oder einer Qualifizierungsmöglichkeit unterstützen wollen, können sich telefonisch an den Integrationsfachdienst des Vereins für Integration und Teilhabe am Leben e.V. via kontakt@ifd-rheinhessen-nahe.de oder telefonisch unter 06731/6762 wenden.
                                                                                                                                               
Quelle: Nibelungen Kurier Worms, 13. November 2017

 

 

 

Gemeinde Bobenheim – Roxheim unterstützt Kooperation mit einer großzügigen Spende

Ausgebildete Ballschulübungsleiter/-innen, die zusammen mit pädagogisch qualifizierten Erzieherinnen bei besten Rahmenbedingungen Kindern schon in frühen Jahren durch abwechslungsreiche Angebote Spaß an der Bewegung vermitteln, – das  ist die Basis auf der seit nun schon sieben Jahren die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Bernd-Jung-Stiftung mit ihrem integrierten Förderzentrum für Jugend und Soziales und der Integrativen Gemeindekindertagesstätte besteht.

Wöchentlich haben hier Kinder der Kindertagesstätte die Möglichkeit, auf den Bernd-Jung-Sportstätten ihrem Bewegungsdrang nachzugehen.In Kombination mit Anleitung durch professionell ausgebildete Übungsleiter hebt das Sportangebot auf eine qualifizierte Ebene, die so im Kindergartenalltag nicht zu erreichen wäre.

Damit auch in den nächsten Jahren die Kinder der Integrativen Gemeindekindertagesstätte davon profitieren können, überreichte der 1.Beigeordnete Dr. Frank K. Peter im Namen der Gemeinde Bobenheim – Roxheim neue Autokindersitze an den Stiftungsgründer Bernd Jung und die stellvertretende Leitung der Kindertagesstätte Andrea Iversen.

So können die Kinder auch in der Zukunft sicher von der Kindertagesstätte zu den Bernd-Jung-Sportstätten transportiert werden.

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